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22.11.2017 : 6:41 : +0100







Die Gesamtschule Hattingen gewinnt bundesweiten Wettbewerb

Die Kulturstiftung der Länder gab am 25.05.2011 telefonisch die Gewinner ihres Wettbewerbs „Kinder zum Olymp!“ im Jahr 2011 bekannt. Unter den Preisträgern dieses Jahres ist auch der Kurs „Darstellen & Gestalten“  Stufe 10 der Gesamtschule Hattingen. Mit ihrem TanzTheaterstück „Willst du dein Herz mir schenken?“, konnten die 18 Schülerinnen und zwei Schüler des Theaterkurses die Jury in Berlin überzeugen: Sie bekommen den Preis in der Sparte TANZ / Altersgruppe Klasse 10-13.
“Die Jury des Wettbewerbs war begeistert“, lautete die erste telefonische Information  an die Preisträger.
Der Wettbewerb wird seit 2004 jährlich durch die Kulturstiftung der Länder im Rahmen ihrer Bildungsinitiative „Kinder zum Olymp!“ in Zusammenarbeit mit der Deutsche Bank Stiftung und unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten ausgelobt. 860 Schulen aus ganz Deutschland bewarben sich in diesem Jahr, die innovative Kooperationsprojekte mit Kultureinrichtungen und Künstlern durchgeführt haben. In den sieben Sparten (Bildende Kunst, Film und Neue Medien, Literatur, Musik, Musiktheater, Tanz, Theater) erreichten immerhin 460 Projekte die Endrunde. In jeder Sparte gibt es dann aber nur einen Preisträger in der jeweiligen Altersgruppe. Unser Kurs „Darstellen & Gestalten“ erreichte bereits im Jahr 2010 schon einmal die Endrunde. Damals in der Sparte Literatur mit dem Hörspiel „Die Ruhr fließt anders als der Bosporus“. Es wurde dann 2010  in dieser Sparte kein Preis vergeben.
Nun gehört der Kurs „Darstellen & Gestalten“ unserer Gesamtschule zu den Preisträgern. Der Kooperationspartner Jonas Woltemate (Theatermacher/Choreographie), die Lehrerin Lilo Ingenlath-Gegic (Kursleiterin/Inszenierung) und viele der 20 Tänzerinnen und Tänzer des Kurses freuen sich darauf, am 12. September 2011 den Preis und die damit verbundenen 1.000 Euro im Konzerthaus in Berlin in Empfang nehmen zu dürfen.
Über die Preisverleihung werden wir anschließend an dieser Stelle berichten.



186, 165 rufen zwei Mädchen beim Laufen der Kontrollstelle zu. Das ist ihr Puls nach 500 Metern Laufen. Anna geht nur, sie war am Vortag krank. Ihr Ergebnis: 124. Vier Wochen lang laufen die Kinder der Klasse 6a vier- bis fünfmal die Woche – und das mit Freude. Erst legen sich die Mädchen die Pulsmesser an und laufen. Die Jungen bilden die Kontrollstellen auf dem Sportplatz – nach 100, 200, 300 und nach 400 Metern. Sie notieren den aktuellen Puls jedes vorbeilaufenden Mädchens.Danach tauschen sie. Die Jungen laufen, jeder in seinem Tempo. Die Mädchen notieren den Puls. Klassenlehrerin Irma Eckelt wollte das Projekt schon lange durchführen, aber immer fehlte es an Geld für die Herzfrequenzmesser. Jetzt hat sie beim Wettbewerb der EN-Krone für sportliches Engagement, das die AVU ausgeschrieben hat, mitgemacht und Geld gewonnen. Auch der Förderverein der Gesamtschule unterstützt das Projekt, das jetzt jedes Jahr durchgeführt werden soll.In Mathematik werden die Diagramme der gemessenen Herzfrequenzen gezeichnet, Maximum und Minimum markiert, der Durchschnittswert für jeden Lauf berechnet. In den Naturwissenschaften „behandeln wir den Herz-Lungen-Kreislauf und die Muskeln“, sagt Irma Eckelt. Nach der ersten Woche befragte sie ihre Schüler, wie sich der Pulswert verändert hat. Nico sagt dazu: „Er geht nicht mehr so hoch.“Was die Lehrerin freut: Die Kinder murren nicht beim Laufen, sondern sie wollen mehr. Blieben sie in der ersten Woche erst einmal bei zwei Bahnen, steigerten sie sich in der zweiten Woche schon auf vier Bahnen. Bis zu den Ferien wird gelaufen. Danach sind die Eltern dran: „Es ist immer wichtig, die Eltern mit ins Boot zu holen“, sagt Irma Eckelt. Sie bekommen die Pulsmesser – und die Mathe-Aufzeichnungen gezeigt.   -WAZ-



Drei Jahre lang war die Jugend der Welperaner Basketballer sehr dünn besetz. Zwei Spielzeiten lang war keine Mannschaft im Spielbetrieb gemeldet. Nun gibt es mit einer neu entstandenen U16 wieder Nachwuchs bei der SG Welper.Die Mannschaft, die in der Kreisliga startet, ist seit einem halben Jahr zusammen und besteht komplett aus Schülern der Basketball-AG an der Gesamtschule Welper. Diese leitet Torsten von der Heide, der nun für die SG als Co-Trainer fungiert. Gecoacht wird die U16 von Ronnie Schmale, dem Spielertrainer von der ersten Herrenmannschaft. Er unterstützt Torsten von der Heide bei der Durchführung der Basketball-AG. Beide haben das Auge für Talente und haben sie nun an den Vereinssport herangeführt.Grundlagen im Schulsport„In der Schule lernt man die Grundlagen, aber richtig Basketball lernt man eigentlich erst in einem Verein, weil dort spezieller auf die Taktik eingegangen werden kann“, sagt von der Heide, der viel Engagement für den Basketball aufbringt, obwohl er selbst erst mit Mitte 30 hobbymäßig selbst einstieg.Er freut sich über das Interesse, was von den Jugendlichen ausgeht. Denn Basketball muss sich hinter den Sportarten Fußball und Handball anstellen. Dennoch gehen manche dabei auf. „Die Koordination ist etwas ganz anderes, die Technik schnell zu erlernen“, so von der Heide, der über den Westdeutschen Basketballverband einen Trainerschein absolviert hat. Basketball sei zudem eine Chance für Kinder und Jugendliche, deren Fähigkeiten bei anderen Sportarten nicht zu hundert Prozent ausgelebt werden können.Ronnie Schmale freut sich ebenfalls darüber, dass die SG Welper nun Zuwachs bekommen hat. Bei einem ersten Turnier bewies sich seine U16 direkt gegen starke Teams aus der Ober- und Regionalliga. Potenzial sieht Schmale aber in jedem Fall: „Man erkennt auf jeden Fall ordentlich Tempo und das Engagement im Spiel selbst. Die Jungs haben schnell den Respekt abgelegt, auch wenn sie noch etwas ungeordnet spielen.“Schmale findet eine Jugendmannschaft wichtig, damit die SG Welper Zulauf bekommt und es so einen Unterbau zu den mittlerweile drei Herrenteams gibt. „So können wir eine Kontinuität im Herrenbereich erreichen“, denkt Schmale.Der Zulauf reißt nicht abAm Personal mangelt es im Jugendbereich nun nicht mehr. „Das Interesse reißt nicht ab. Häufig kommen die von mir angesprochenen Schüler schon zur nächsten Trainingseinheit mit und melden sich dann direkt im Verein an“, so der Sportlehrer von der Heide.Diejenigen, die die Lust am Spiel entdecken und merken, dass sie einigermaßen mit dem Ball umgehen können, finden womöglich im Basketball eine neue Leidenschaft.Die teilt zumindest das Trainergespann, was zuversichtlich für die nun startende Saison ist. „Ich freue mich auf den ersten Sieg“, sagt Schmale. Beim ersten Saisonspiel der U16 klappte es mit einem Sieg aber noch nicht.Dreiviertel des Spiels hielten die Welperaner gut mit, erlitten gegen den BC Langendreer zum Spielende hin einen Einbruch und verloren mit 55:72.

Hendrik Steimann



Das Abschlusskonzert von und mit Alice Petersen findet am Sonntag in der Aula der Gesamtschule Hattingen statt. Dahinter steckt ein Jahr harte Arbeit.„Wie soll ich das schaffen?“ Als die 19-jährige Alice das erste Mal vor dem Chor stand, mit dem sie binnen ein Jahres ein Konzert auf die Beine stellen sollte, war sie zunächst geschockt. „Da standen Jugendliche in meinem Alter vor mir, und ich sollte den Boss mimen!“Die Schülerin der Gesamtschule Hattingen macht in diesem Jahr ihr Abitur. Und genau deswegen findet am Sonntag das Abschlusskonzert 2015 unter ihrer musikalischen Leitung statt. „Eigentlich ist die Vorgeschichte zu dem Konzert eine eher traurige“, schildert die junge Frau. So war es ihr Plan, Musik als mündliches Abiturfach zu wählen. Durch einen Personalnotstand an der Schule war das dann aber leider nicht möglich; erst kurz bevor sie in Stufe 13 kam, erfuhren sie und ihre Mitschüler hiervon. Für die leidenschaftliche Sängerin Alice, die seit ihrem zehnten Lebensjahr im Chor sind und mit 14 Jahren das erste Mal Gesangsstunden nahm, ein Debakel. Auch jegliche Bemühung, vielleicht doch noch einen Musik-Grundkurs auf die Beine zu stellen, schlug fehl.Dann erhielt die Schülerin, die bereits 2012 die Chorleitung des Unterstufenchores Forte übernahm, von ihrer Schulleitung den Vorschlag, ein Konzert mit allem, was dazu gehört, eigenständig umzusetzen und sich dies als „fünftes Abiturfach für besondere Lernleistung“ anrechnen zu lassen.Ein Jahr VorbereitungEin Jahr für ein Konzert. Klang nach einer interessanten Aufgabe für die Abiturientin, die mit 14 Jahren ihre Chorleiterausbildung beim Chorverband NRW begann und seitdem regelmäßig Weiterbildungen hierzu besucht. So ließ sie sich darauf ein.Doch musste sie sich nun nicht mehr vor Zwölfjährigen behaupten, sondern vor Jugendlichen ihres Alters. „Anfangs war ich wirklich total aufgeregt. Aber es gab auch viele witzige Momente. Beispielsweise wenn ich von einem Sänger verzweifelt gefragt wurde: Alice, was macht meine Stimme da?“, beschreibt Petersen. Doch als sie merkt, dass ihr Chor immer besser wird und die Sängerinnen und Sänger Freude am Proben entwickelten, wuchs in ihr auch der Stolz auf ihre Arbeit.Mehr Aufwand als für alle anderen FächerUnd obwohl die „besondere Lernleistung“ laut Alice praktisch mehr Aufwand bedeutet als alle anderen vier Abiturfächer zusammen, ist Alice rückwirkend froh über ihre Entscheidung. „Alles, was man später im Studium lernt, ist wenig praxisnah, deswegen bin ich glücklich, diese Erfahrung gemacht zu haben. Und: Ich finde, wir haben etwas wirklich Tolles auf die Beine gestellt!“Nach dem ganzen Abiturstress möchte Alice erstmal eine kleine Auszeit vom Lernen nehmen.„Mein Traum ist es, Operngesang zu studieren, damit möchte ich aber erst 2016 beginnen.“In der Zwischenzeit bleibt sie dem Gesang natürlich treu: Sie möchte als Sängerin auf einem Kreuzfahrtschiff arbeiten.



Tanzen, tanzen, tanzen

Es darf wieder getanzt werden! Auch im Schuljahr 2015/16 gibt es an der Gesamtschule Hattingen ein besonderes Angebot: in Kooperation mit Jasmins Tanzstudio „Let's Dance“ und der Stiftung „Künste öffnen Welten“ wird ein Tanzkurs angeboten! Diesmal lautet das Motto „Idole“. Wie immer übernimmt Jasmin Michel-Burbulla die Leitung. Der Kurs startet am Dienstag, 29. 09. 2015, findet über das gesamte erste Halbjahr statt und endet mit einer Aufführung. Der Kurs findet außerhalb der Schulzeit von 13.30 – 15.00 Uhr in der Aula unserer Schule statt. Die Teilnahme ist kostenlos. Und wie immer gilt: Jede und Jeder zwischen 10 und 17 Jahren kann teilnehmen, solange Plätze frei sind. Man muss nicht Schüler unserer Schule sein! Zusätzlich gibt es noch weitere Workshopangebote. Interessenten können sich unter 02324/6817118 bei Herrn Spittank informieren.

 



Die Gesamtschule Hattingen feierte ihr Jubiläum in der Aula der Schule. Schulleiterin Elke Neumann erinnerte an die Anfangstage mit 152 Schülern und den Kampf um die Anerkennung in der Gesellschaft.

„25 Jahre sind kein Alter im Vergleich zu so mancher Bildungseinrichtung mit hundertjähriger oder noch älterer Tradition. 25 Jahre erfolgreiche Arbeit als Gesamtschule sind jedoch ein Indiz für eine solide Aufbauarbeit und ein realistisches Konzept“, findet Elke Neumann, Leiterin der Gesamtschule in Welper. Die Schule feierte jetzt eine große und bunte Party zu ihrem 25-jährigen Bestehen – mit Musik, Humor, Tanz und vielen Erinnerungen.

Denn eine Schule, die gibt es an der Marxstraße schon ein halbes Jahrhundert – zunächst als Wolfgang Borchert Realschule. „Vor 25 Jahren entschied sich die Stadt Hattingen gegen so manche konservativen Widerstände für eine Gesamtschule im Kreis der bis dahin etablierten Schulen des dreigliedrigen Schulsystems“, erinnert die Schulleiterin. Mit 152 Schülern startete die Gesamtschule. Aber schnell wurde das Gebäude zu klein: 1993 wurde zur Freibadseite erweitert. 1998 bis 2000 folgte der Umbau Lange Horst. Heute werden insgesamt 1156 Schüler an den beiden Standorten unterrichtet.

Dabei hatte die Gesamtschule immer wieder mit Vorbehalten zu kämpfen. Auch daran erinnert Elke Neumann. „25 Jahre Gesamtschule waren vor allem 25 Jahre Kampf um die Einsicht der Gesellschaft, dass auch in heterogenen Lerngruppen durch einen differenzierenden Unterricht ausgezeichnete Arbeit geleistet werden kann“, betont sie.Was sie künstlerisch leisten können, zeigten die Schüler bei der großen Geburtstagsfeier am Mittwochabend. Eröffnet wurde der „Bunte Abend“ von einem fast 100 Schüler starken Chor. Schüler der 7d erinnerten die Besucher an die Geschichte des Schulstandorts Welper und der Gesamtschule. Alice Petersen aus Stufe 12 beeindruckte mit klassischem Gesang, begleitet von Horst Krah am Klavier. Gemeinsam mit Schülern der sechsten und siebten Klasse hatte die talentierte Sängerin in der Landesmusikakademie in Heek zweistimmige Gospelstücke eingeübt. Lange Jahre schon gehören Lilo Ingenlath-Gegic und Joachim Frese zum Kollegium der Gesamtschule. Mit ihren Loriot-Sketchen begeisterten sie die Zuschauer in der Aula der Gesamtschule: „Da musste auch die Bürgermeisterin lachen“, freut sich Elke Neumann. Langeweile kam jedenfalls nicht auf und das Jubiläum wurde würdig gefeiert, findet die Schul-Chefin. Auf die nächsten 25 Jahre.

Sabine Weidemann   WAZ



Ehemalige und neue Schüler der Gesamtschule Welper standen im Rahmen des 25jährigen Bestehens bei dem Konzert „Back to the Roots“ gemeinsam auf der Bühne und sorgten für StimmungMusik verbindet Schülergenerationen

Als die ehemalige Schulband „Rockschall“ der Gesamtschule Welper in der Aula die Bühne mit Rockklassikern zum Beben bringt, zeigen die Sängerinnen Lisa, Kim und Linda, dass sich trotz vier Jahren Auszeit die Qualität der Band und ihrer Lieder kein Stück verändert hat. Denn im Zuge des jährlichen und mittlerweile zwölften Konzertes „Back to the Roots“, hatten die ehemaligen Schüler die Möglichkeit, sich anlässlich des 25jährigen Bestehens der Gesamtschule Welper die Bühne mit echten Anfängern zu teilen und somit ein zeitlich breitgefächertes Repertoire auf die Beine zu stellen.

300 Gäste lauschten acht Bands„Back to the Roots“ bedeutet, dass die Schüler aller Jahrgangsstufen mit Hilfe eines Instrumentalunterrichtes dafür begeistert werden sollen, selbst Musik zu machen. Alle zwei bis drei Jahre gründen sich neue Bands aus talentierten Schülern und selbst nach dem Abitur bleiben oftmals viele Musikerkombinationen privat erhalten. Im Rahmen des jährlichen Konzertes bietet die Schule diesen Bands dann die Möglichkeit, mit einer professionellen Tonanlage vor Zuschauern das Gefühl eines großen Auftrittes zu erleben. So auch an diesem Wochenende. Rund 300 Gäste waren gekommen, um den lauten und leisen Tönen der sechs Schulbands und zwei Gastbands der Mathilde-Anneke-Schule Sprockhövel sowie der Willy-Brandt-Gesamtschule Bochum zu lauschen.

Den Beginn machten die ehemaligen Schüler. Kim Winschermann (23), Lisa Krick (23) und Linda Sahmel (23) waren alle mehrere Jahre in der Schulband mit dem offiziellen Namen „Rockschall“ Sängerinnen und blieben dem Gesang auch nach ihren Abgängen 2007, 2009 und 2010 treu. Inoffiziell hieß die Band jedoch „Horst Power“, benannt nach dem Lehrer und Initiator von „Back to the Roots“ Horst Krah. Gemeinsam coverten die Musiker vor allem Rock- und Popsongs und erinnern sich besonders gerne an ihr Abschiedslied „Thank you for the Music“ von ABBA zurück. „Jetzt wieder hier auf der Bühne der Aula zu stehen ist toll, es fühlt sich an, als wäre man nie weg gewesen“, sagt Kim lachend. Und auch Linda ergänzt: „Es ist einfach schön, viele alte Bekannte wiederzutreffen“. Obwohl die Musiker vier Jahre nicht gemeinsam geprobt haben, „hat alles auf Anhieb gepasst“, erzählt Lisa. Mit den Liedern „You give love a bad name“ (Bon Jovi), „Holding out for a hero“ (Bonnie Tyler) und „Rolling in the deep“ (Adele) zeigten die Sängerinnen mit Power, dass ihre Stimmen nicht eingerostet sind.

Doch auch die Anfänger, die zum ersten Mal auf der Schulbühne standen, legten schon viel Professionalität an den Tag. Svenja (5. Klasse) am Keyboard, Aileen und Kiara (6. Klasse) am Mikrofon und Pauline (7. Klasse) an der Gitarre führten mit ihrer Band, die noch keinen Namen hat, nach wenigen Wochen Proben die Lieder „Open your eyes“ von Snow Patrol und „Krieger des Lichts“ von Silbermond auf.     

Lisa Flieger   WAZ



Gesamtschule freut sich über Finanzspritze für das Projekt „Ab auf die Bühne – vom Instrumentalunterricht zur Band“. Unterricht strahlt aus aufs Schulleben.

Freitags bekommt die Gesamtschule ganz gehörig eins auf die Ohren – wenn nicht gerade Brückentag ist wie diesen Freitag. Und freut sich sehr darüber. Erstens stört das im Freizeitbereich unten keinen. Und zweitens wird Musik als wesentlicher Baustein gesehen. Viele weitere Gründe kommen dazu und ergänzen die Tonleiter. Die Freude noch größer macht, dass die jahrelangen Aktivitäten der Schule jetzt versilbert werden mit 2000 Euro von Gelsenwasser für das Projekt „Ab auf die Bühne – vom Instrumentalunterricht zur Band“ im Rahmen der Reihe „Von klein auf“. Das Engagement gewürdigt wird. Und finanzieller Druck von der Schule genommen wird, die mit einer solchen Finanzspritze leichter Musikinstrumente ersetzen kann.Nicht, weil die Kinder und Jugendlichen nicht sorgsam mit ihnen umgingen. Das tun sie, bestätigt Lehrer Thorsten Spittank, der die Arbeitsgemeinschaften in Welper betreut und koordiniert. Doch nach jahrelanger Nutzung muss eben manches ersetzt werden. Er geht von einem Raum zum anderen, präsentiert die einzelnen Gruppen, die auf unterschiedlichen Instrumenten Musik machen. Ganz schön laut, wie die Schlagzeuger. Gemäßigter beim Gitarren- oder Klavierunterricht. Und manchmal ist auch Einzelunterricht angesagt, wie ihn gerade die 15-jährige Henrike von Musiklehrer Jürgen Bebenroth am Saxophon bekommt. „Das Beste in der Musik steht nicht in den Noten“, so der österreichische Komponist Gustav Mahler. Ob er geahnt hat, dass Musik hier als Möglichkeit gesehen wird, Fünftklässlern den Einstieg zu erleichtern? Sie bei der Stange zu halten, den Zusammenhalt zu fördern und das Bewusstsein für die Schulgemeinschaft? Junge Schüler „wachsen“ zu lassen, wenn sie mit älteren klassenübergreifend zusammenspielen? Auch Lehrer, die gar nichts mit dem Fach Musik am Hut haben, lernen dazu. Sehen Schüler, die hier ihr Können präsentieren, mit anderen Augen. „Entdecken Talente“, so Spittank. Finden Anknüpf- und Ansatzpunkte. „Türöffner“ soll die Musik sein für neue Schüler. Doch sie ist weit mehr als das, öffnet allen Türen zu einem gedeihlicheren Zusammenleben. Das Spiel macht die Kinder und Jugendlichen selbstbewusst, denn ein Auftritt erfordert Mut. Über 80 Schüler lernen insgesamt ein Instrument (von klein auf), singen im Chor und spielen zusammen in sechs Bands. Die Band ist das musikalische Ziel. Etwa jeder Zehnte erreicht es. Ein guter Wert, findet Spittank. Nicht nur darüber freut er sich: „Die Musik strahlt aus.“ Insgesamt bietet die Schule 30 Arbeitsgemeinschaften. Wechsel sind möglich. Wer sich festlegt, muss aber ein Jahr dabeibleiben. Brigitte Ulitschka (WAZ)



Anmelden für den Sommerleseclub WAZ

Zum siebten Mal: Hattinger Fünftklässler lesen in den Ferien in 420 Büchern der Stadtbibliothek.
Schock deine Lehrer – lies ein Buch! So lautet das Motto des Sommerleseclubs.
Zum siebten Mal bietet die Stadtbibliothek Schülerinnen und Schülern an, in den Sommerferien kostenlos Bücher auszuleihen. Mitmachen können alle Kinder, die jetzt die vierte Klasse abgeschlossen haben. Für mindestens drei gelesene Bücher erhalten sie auf der Abschlussparty in der Fabbrica Italiana am 16. September ein Zertifikat. Außerdem kann die erfolgreiche Teilnahme am Sommerleseclub auf dem Halbjahreszeugnis vermerkt werden, so das Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes NRW.
Um Mädchen und Jungen für das Lesen zu begeistern, organisierten vier Siebtklässler in der Gesamtschule den Auftakt des Sommerleseclubs. Schüler der Klasse 5a führen den Beginn des Buches „Rico, Oskar und die Tieferschatten“ auf. Autor Andreas Steinhöfel schreibt über die Freundschaft von zwei Jungen.
„Ich bin ein tiefbegabtes Kind“, ruft Rico auf der Bühne. Unter dem Fahrradhelm guckt der andere Junge hervor: „Echt? ich bin hochbegabt und heiße Oskar.“
140 Schüler mit ihren Lehrern verfolgen das Schauspiel. So auch Ellen (11). „Ich lese so oft ich kann.“ Am liebsten spannende Geschichten von den „Drei Ausrufezeichen“. Bürgermeisterin Dagmar Goch möchte allen Kindern das Lesen ans Herz legen: „Es macht richtig Spaß gute Bücher zu lesen.“
Im Urlaub kann eine lustige Geschichte als Reisebegleiter mitfahren. Die Schulband der Gesamtschule „Egal was ist“ stimmt mit dem Lied „Die perfekte Welle“ schon auf die bevorstehenden Ferien an. Mit Keyboard, Gitarre und Schlagzeug sorgen sie für Stimmung.
„Im letzten Jahr haben knapp 300 Schüler am Sommerleseclub teilgenommen“, freut sich Heike Bein von der Stadtbibliothek, „es ist eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung.“
Projektträger ist das Kultursekretariat NRW Gütersloh.

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Verabschiedung Frau Müller-Bennent

Zum Schuljahresende  ist unsere langjährige Didaktische Leiterin, Frau Müller-Bennent, in den Ruhestand getreten.
Frau Müller-Bennent hat seit 1989 das Schulleben der Städt. Gesamtschule Hattingen mit großem Engagement geprägt und gestaltet. Durch ihre menschliche Umgangsweise mit Schülern und Kollegen und ihre weitreichende fachliche Kompetenz gelang es ihr, charakteristische Schwerpunkte unserer schulischen Arbeit entscheidend mit zu prägen. Dazu gehörten die Qualitätsentwicklung des Unterrichts, die Projektbegleitung im Rahmen der Schulentwicklung als Agenda-Schule und im Bereich der Gesundheitsförderung, der Aufbau eines internationalen Schüleraustausches und vieles mehr.
Unvergessen werden sicherlich allen, die daran teilhaben konnten, die Theateraufführungen im Fach „Darstellen und Gestalten“ in der Aula unserer Schule bleiben. Besonders freuen wir uns, dass sie in Zeiten großer Lehrerknappheit  unsere Schule weiterhin mit ihrer langjährigen Erfahrung in der Theaterpädagogik bereichert.
Wir danken Ihr für die vorbildlich geleistete Arbeit an unserer Schule und wünschen ihr für die Zeit im Ruhestand alles Gute.





Bioethik im Diskurs
Erstes fachübergreifendes Projekt im geisteswissenschaftlichen Schülerlabor
100 Schüler - viele heiße Eisen


Gesamtschüler setzten sich mit ökologischem Fußabdruck auseinander. Würden überall so viele Ressourcen verbraucht wie bei uns, bräuchte es drei Erdkugeln.
„Wer von euch hat denn heute schon Erdöl verbraucht?“, fragt Holger Krohn und mischt sich unter die Schülerreihen in der Aula der Gesamtschule. Überall Kopfschütteln. „Aber ihr habt euch doch die Zähne geputzt“, hakt der Mitarbeiter des Projektes Fair Future II nach. Und bestimmt nicht mit Schweineborsten. Also Plastik. Doch nicht allein um Plastik geht es an diesem Tag, sondern um den ökologischen Fußabdruck, den jeder von uns auf der Welt hinterlässt.
Nicht den, den der nackte Fuß im Sand am Strand eindrückt. Würden alle Menschen so leben wie wir, bräuchte es nicht einen Erdball, sondern drei, rechnet Krohn vor. Wer, auch mit kleinen Füßen, verbrauchsmäßig auf großem Fuß lebt, tritt Ressourcen platt, die anderen zum Leben fehlen. In die Bilanz für den Fußabdruck wird vieles eingerechnet. Die Jeans, zupft der Referent an seinem eigenen Beinkleid, die zu schlechten Bedingungen in Billigländern produziert wird und Rohstoffe verbraucht. Das Überangebot an Nahrung, das dafür sorgt, das wir aus dem Vollen schöpfen und dabei die Hälfte wegwerfen – und woanders auf der Welt jeden Tag viele Menschen sterben, obwohl genug Nahrung für alle da wäre. Der Fleischkonsum, der dafür sorgt, dass Wälder abgeholzt und Soja produziert wird, nicht um es selbst zu essen, sondern um es zu verfüttern an Tiere.
Die Schüler nehmen interessiert Anteil.  Die Jugendlichen stellen nach einem eindrucksvollen Film mit zahlreichen Interviews viele Fragen und äußern sich zum Themenkomplex. „Warum behalten die Menschen in Afrika nicht ihre Nahrung, statt sie zu exportieren“, lautet eine Frage im Anschluss. Die Antwort: Die Interessen der Weltwirtschaft stehen dagegen, wir exportieren unsere Produkte. Die Streiter für eine faire Verteilung kämpfen darum zu erreichen, dass mit Lebensmitteln nicht mehr spekuliert werden darf.
Ein Schüler regt sich auf über seinen Bruder, der auch kurze Strecken mit dem Auto fährt. Wie halten Sie es, wird auch der Referent gefragt. Der räumt ein, viel auf Achse zu sein, um für das Thema zu sensibilisieren, und auch manche Strecke mit dem Auto zu fahren. Er kritisiert Billigflüge, die günstiger sind als Bahnfahrten, und appelliert, bewusste Entscheidungen zu treffen, nicht jeden Tag Fleisch zu essen, weil die Zucht zu viele Ressourcen verbraucht, seinen Konsum einzuschränken. Nicht unersättlich zu sein wie der Riesenhamster in einem kleinen Film, der am Ende fett auf der Weltkugel sitzt und alles plattgemacht hat.
Brigitte Ulitschka



Japanisch – mit und ohne Mangas

An der Gesamtschule lernen Nippon-Begeisterte in zwei Jahren die fernöstliche Sprache und Schrift: eine Pioniertat für Schüler und Lehrerin.
Das Wesen, die Exotik Japans – für Ältere ist das vielleicht der hinreißend grimassierende Toshiro Mifune als einer der „Sieben Samurai“. Oder es ist das bebende Zwerchfell für jene, die sich entzückt der Klanggewalt der großen Taiko-Trommeln aussetzen. Oder sind es Manga und Anime, für die sich die Schüler von Nadja Richter in der Gesamtschule Welper begeistern? „Jaaa“, die 25-Jährige nickt heftig. Echte Verehrer der Anime- (Zeichentrick-)Filme haben oft schon kleine Vorkenntnisse der japanischen Sprache.
Die Oberstufen-Schüler plus zwei Achtklässler und ein Lehrer des Gesamtschul-Kollegiums, die an den Dienstag-Nachmittagen bei der blonden Studentin der Ostasienwissenschaften von der Ruhruniversität lernen, tragen zu einer echten Pioniertat bei: Der zweijährige Kurs ist ein umfassender Praxistest für „Hanaso“, das erste didaktisch ausgefeilte Lehrbuch für Japanisch an deutschen Schulen.

Los ging’s im Klassenraum an der Marxstraße erst nach den Herbstferien, aber die – noch mit Kontrollblick ins Lehrbuch ausformulierten – Sätze der Schüler klingen schon flüssig und sicher. „Ich staune“, flüstert Dr. Elke Neumann. Die Leiterin der Gesamtschule hat zum ersten Mal ein paar Unterrichtsminuten miterlebt – und sie knüpfte im Praxissemester-Ausschuss der Ruhruniversität den Kontakt zum „Hanaso“-Redaktionsteam um die Lehrerin plus Hochschul-Dozentin Sabine Knapp-Hartmann.
Bei ihr lernte im vorigen Jahrzehnt auch Nadja Richter als Schülerin am Gymnasium Filder Benden in Moers – allerdings noch kein Japanisch. Sie absolvierte die elfte Klasse in der alten Kaiserstadt Kyoto und lebte bei einer Gastfamilie. „Ein furchtbarer Dialekt“, seufzt die ehrenamtliche Lehrerin rückblickend – „wie unser Bayerisch!“ Der Alltag des 16-jährigen Austauschschülers Tobias und seiner Gastfamilie Tanaka bildet die Rahmenhandlung des „Hanaso“-Lehrbuchs, reich bestückt mit Manga-mäßigen Illustrationen von Midori Yoshida.
Seit 2009 entwickelt Nadja Richter mit ihrer Kommilitonin Sandra Bongards als Co-Autorin das „Lehrwerk für den Unterricht in der gymnasialen Oberstufe“. Die Gesamtschüler in Welper haben keine pädagogische Debütantin vor sich: Nadja Richter leitete schon als Gymnasiastin eine Japanisch-AG und unterrichtet seit Jahren an der Essener Volkshochschule – auch mit einem Kurs „Japanisch mit Mangas“.
Die Gesamtschul-Doppelstunden sind allerdings nicht bloß Spaß für Comic-Sammler – obwohl die Schulleiterin fast verschwörerisch raunt: Ein Vater schrieb sogar einen Bittbrief für seinen Manga-verliebten Spross aus der Sieben, der unbedingt auch am Kurs teilnehmen möchte. Man hat was davon – fürs Leben. Denn die beiden Kursjahre, so hat’s Nadja Richter vorgesehen, enden mit der Prüfung für den Standard-Test JPT (Japanese Proficiency Test). Dieses Basis-Zertifikat „gilt lebenslang“, betont Nadja Richter – anders als etwa der von englischsprachigen Universitäten verlangte TOEFL-Test, den Absolventen nach drei Jahren erneuern müssten.
Zumindest einer im Kurs meint’s auch wirklich ernst. Für Robin ist die Sprache der 137-Millionen-Nation so bedeutend, dass er sich sicher ist: Solide Japanisch-Kenntnisse werden ihm später bei Bewerbungen weiterhelfen.
Ralph Wilms
Japanisch – mit und ohne Mangas | WAZ.de 30.11.2013





Drachenboot 2014



Die Besten begeistern WAZ, 3.3.2010, Im Westen, 03.03.2010, Sibylle Raudies

Bochum. Geisteswissenschaften sind ganz schön nah dran am Alltag. Das stellten Hattinger Gesamtschüler beim ersten Großprojekt des ersten Geisteswissenschaftlichen Schülerlabors der Republik an der Ruhr-Universität fest.
Darf der Mensch sich einen Chip einsetzen lassen, um sein Hirn leistungsfähiger zu machen? Ist das ein unerlaubter Eingriff in die Natur des Menschen? Oder trifft das auch auf die Brille zu? Was hat der Chip mit Doping zu tun? Mit solch konkreten wie komplexen Fragen setzten sich jetzt Zwölftklässler der Gesamtschule Hattingen-Welper beim ersten Großprojekt des Alfried-Krupp-Schülerlabors für Geisteswissenschaften an der Ruhr-Universität Bochum auseinander.
„Wir wollen den Schülern zeigen, dass Geisteswissenschaften auch forschende Disziplinen sind, mit engem Kontakt zum Alltag,“ erklärt Professor Helmut Pulte, einer der Gründungsväter dieses bislang einzigen Labors seiner Art an Hochschulen bundesweit. Nur die Berliner Akademie hat Ähnliches. Naturwissenschaftler suchen schon seit langem – in Bochum seit 2005 – mit Labor-Kooperationen den Kontakt zu Schülern.
Dabei mangelt es gerade den Geisteswissenschaften nicht an Studenten. „Aber wir wollen zeigen, dass es bei uns nicht um Beliebigkeiten, nicht um weltanschaulich austauschbare Meinungen geht, sondern um überprüfbare Erkenntnisse“, erklärt der Professor. Und der Koordinator des Labors mit zehn angeschlossenen Fakultäten, Dr. Gilbert Heß, fügt hinzu: „Wir wollen die Guten, die Besten und Engagierten für uns gewinnen.“ Man will mit dem Vorurteil gegenüber den „Laberfächern“ aufräumen. Die Bezeichnung „Labor“ für eine geisteswissenschaftliche Einrichtung hält Professor Pulte übrigens für ausgesprochen passend: „Labor, das kommt von Labora, dem lateinischen Wort für Arbeit. Und auch Geisteswissenschaft ist harte Arbeit.“
Das merkt auch die Gruppe, die sich mit „Gehirntuning“ per Chip befasst. Was ist grundlegender? Das Selbstbestimmungsrecht des Menschen, das jedem die Entscheidung über den Chip selbst überlässt? Oder der Schutz vor drohenden Gefahren wie Abhängigkeit, wachsender Chancen-Ungleichheit. Persönlichkeitsveränderungen?
Es gibt unglaublich viele Wenns und Abers, stellen die Schüler schnell fest. Und es gibt noch viel mehr Berührungspunkte zwischen dem alltäglichen Leben und Fragen, die die Geisteswissenschaften zu klären haben. Den Chip gibt es nämlich längst. Er wurde für Menschen mit chronischen Krankheiten wie Parkinson entwickelt.
Biologen sind dabei
„Bioethik im Diskurs“ ist die Überschrift dieses ersten Gemeinschafts-Projektes von Schule, Uni und dem Institut für Kirche und Gesellschaft der Evangelischen Kirche von Westfalen. Nach der Einführung an Schule und Uni wird in Workshops gearbeitet. Zu Themen wie „Der Mensch – Die Krone der Schöpfung?“, „Ethik und vorgeburtliche Diagnostik“, die „Würde des Embryos“, zu „Sterbehilfe“, „Selbstmord“, „Organtransplantation“ – Fragen, bei denen Naturwissenschaftler und Geisteswissenschaftler aufeinander angewiesen sind. Und so sind in dieses erste Projekt des Schülerlabors auch Biologen eingebunden. Wie Professor Clemens Störtkuhl, der den Brückenschlag zwischen Natur- und Geisteswissenschaften mit dem Bioethik-Diskurs künftig regelmäßig anbieten will.
Und, hat es den Schülern weitergeholfen? „Auf jeden Fall“, findet Wiebke Hofrath, die sich in die medizinischen, ethischen, religiösen und juristischen Aspekte der Organspende eingearbeitet hat. Das Thema, das im Vorfeld auf das größte Interesse stieß.



Gruppendiskussion: Gibt es den "perfekten" Menschen?
Gruppenarbeit im Tutorenzentrum der RUB
Textarbeit im Workshop
Intensive Auseinandersetzung mit den Themen

„Das letzte, worüber ich vor einer Abtreibung nachdenken würde, ist Geld.“ Die 17-jährige Vanessa hat eine klare Meinung, die sie gegenüber ihrer Mitschülerin Ramona (19) vehement vertritt: „Leben“ hat für sie keinen „ökonomischen“ Wert, da spielen andere Aspekte doch eine bedeutend größere Rolle. Die Schülerinnen sitzen im Workshop „Was ist der (perfekte) Mensch?“, eigentlich ist gerade Textarbeit vorgesehen, doch anhand des bisher Gelesenen ergeben sich bereits eifrige Diskussionen untereinander. „Wir befassen uns mit grundlegenden ethischen Positionen zur Abtreibung. Da bleibt die persönliche Meinung natürlich nicht aus.“
Die Fragen, was ein „normaler“ oder ein „perfekter“ Mensch ist, wie man mit Behinderung umgeht, was Lebensqualität ist und vieles mehr beschäftigt Vanessa und Ramona an diesem Freitag noch lange Zeit. Insgesamt neun Workshops zu verschiedenen Themen laufen im Tutorenzentrum (TUZ) auf dem Campus der Ruhr-Universität, wo rund 100 Schülerinnen und Schüler an dem Großprojekt „Bioethik im Diskurs“ teilnehmen. Hier arbeiten die Evangelische Kirche von Westfalen (EKvW) und die RUB erstmals zusammen. Zugleich ist es das erste interdisziplinäre Projekt im Alfried Krupp-Schülerlabor für Geisteswissenschaften der RUB. Zu Gast in Bochum ist die komplette Jahrgangsstufe 12 der Städtischen Gesamtschule Hattingen.
Diskussion erwünscht
Dr. Gudrun Kordecki vom Institut für Kirche und Gesellschaft der EKvW hat das Projekt initiiert. Mit dem geisteswissenschaftlichen Schülerlabor, dem einzigen dieser Art an einer deutschen Hochschule, und mit fünf Fakultäten der RUB fand sie die idealen Kooperationspartner dafür. Ist sie zufrieden mit dem bisherigen Verlauf? „Ja, sehr! Die Einführungsvorlesung von Professor Klaus Steigleder war dem Niveau der Schüler angemessen und sehr interessant. Und dass hier jetzt schon so rege diskutiert wird, ist toll. Es geht uns ja um den ethischen Diskurs, und wenn der von Anfang an läuft, dann bin ich hoch zufrieden.“
Organtransplantation, Suizid, „Mensch 2.0“, die Würde des Embryos: Die Schülerinnen und Schüler packen heiße Eisen an. Sie haben den Tag ausführlich vorbereitet, sie lesen sich weiter ein, erarbeiten sich in Gruppen ihr jeweiliges Thema anhand von Leitfragen, sie stellen selbst Fragen an die betreuenden Lehrer und Dozenten. Das gesamte Tutorenzentrum ist emsig. Bei Prof. Dr. Stefan Wiese (Biologie) sitzen Alexander (18), Sebastian (18), Franziska (17) und Lisa (18) konzentriert über einem Text. Es geht um „chimäre Lebewesen“ – Mischformen aus menschlichen und tierischen Zellen, „hergestellt“ für die Stammzellenforschung. „Die Engländer befürworten das als einzige“, erklärt Alexander, „daher lesen wir jetzt auch etwas auf Englisch.“ Prof. Wiese ist begeistert: „Die Vorbereitung war sehr gut, die Schüler sind kompetent und haben bereits ein gutes Hintergrundwissen.“ In seinem Workshop geht es natürlich nicht nur um die naturwissenschaftlichen Dimensionen der „Chimären“: „Die Schüler lernen etwas über das biologisch-technische Verfahren, aber auch über die ethischen Aspekte. Das thematisiere ich auch stets in meinen Vorlesungen.“
Austausch in der Mensa
Den Schülern merkt man an, dass sie mit Interesse und Spaß bei der Sache sind. „Das ist auf jeden Fall eine Abwechslung zum sonstigen Unterricht“, sagt der 19-jährige Florian. Auch die begleitenden Lehrerinnen und Lehrer – insgesamt acht – ziehen gegen Mittag ein positives Zwischenfazit der Premiere von „Bioethik im Diskurs“: „Das Projekt lohnt sich“, sagt zum Beispiel Kirsten Hinzmann, Religions- und Französischlehrerin. „Sich in dieser Ausführlichkeit sich mit den Themen auseinanderzusetzen, ist in der Schule kaum möglich. Daher ist die Atmosphäre hier doch sehr gut, um intensiv darüber nachzudenken.“
Wie intensiv das ist, lässt Ramona aus dem Workshop zum perfekten Menschen durchblicken: „Ich hoffe, dass wir uns in der Mensa mit den anderen Gruppen austauschen können, denn die haben auch interessante Themen.“
Fortsetzung nach erfolgreicher Premiere
Nach dem Essen geht es weiter: Erst kommt der „Feinschliff“ für die Ergebnisse der Gruppenarbeit, dann präsentieren die Schüler ihr jeweiliges Thema und ihre Erkenntnisse im Plenum. Zum Abschluss eines langen und spannenden Tages an der Uni haben sie Gelegenheit, mit Professoren und Dozenten der fünf beteiligten Fakultäten zu diskutieren (Biologie, Jura, Philosophie, evangelische und katholische Theologie). Für den Biologie-Professor Dr. Klemens Störtkuhl, der maßgeblich an dieser Kooperation mitgewirkt hat, steht schon fest, dass das Projekt „Bioethik im Diskurs“ in dieser Form wieder stattfinden und den Schulen der Umgebung angeboten wird.
Jens Wylkop
Fotos: Marion Nelle
Weitere Informationen:
Prof. Dr. Klemens Störtkuhl, Ruhr-Universität Bochum
Tel. 0234/32-25838, -29222, E-Mail: klemens.stoertkuhl@rub.de
Dr. Gudrun Kordecki, Institut für Kirche und Gesellschaft der Evangelischen Kirche von Westfalen
Tel. 02304/755-330, E-Mail: g.kordecki@kircheundgesellschaft.de
Dr. Gilbert Heß, Alfried Krupp-Schülerlabor für Geisteswissenschaften der RUB
Tel. 0234/32-24723, E-Mail: gilbert.hess@rub.de
Dr. Elke Neumann, Städtische Gesamtschule Hattingen
Tel. 2324/681-710, E-Mail: Schulleitung@ge-hattingen.de



Stammzellen und Sterbehilfe WAZ, 26.2.2010, Brigitte Ulitschka

Ein Jahr vor dem Abi sind Studium und Uni für Schüler oft noch weit weg. Und Themen von Leben und Tod und einem ethischen Umgang mit beidem erst recht. Nicht für Zwölftklässler der Hattinger Gesamtschule. Sie tauchten am Freitag in beides ein mit „Bioethik im Diskurs”.
Nicht in ihrer Schule in Welper, wo sie in über einem Jahr Abitur machen werden, sondern in der Ruhr-Uni Bochum. Die besuchte der zwölfte Jahrgang nicht einfach, um sich von klugen Professoren etwas erzählen zu lassen. Die etwa 100 Schülerinnen und Schüler waren nicht nur eingeladen, um Meinungen und Informationen zu konsumieren. Vielmehr sind auch ihre Einstellungen und ihr Wissen gefragt im ersten gemeinsamen Projekt im geisteswissenschaftlichen Schülerlabor.
Dort packten sie in Kooperation mit der Evangelischen Kirche von Westfalen heiße Eisen an wie Stammzellen und Sterbehilfe. Planschten nicht nur an der Oberfläche, sondern tauchten tief ab in ernste Themen und schwierige Aspekte des Lebens. Setzten sich damit auseinander, wann das Leben, bios, anfängt, wann es endet und wie man verantwortungsvoll damit umgeht.
Die Jugendlichen beschäftigten sich mit der Stammzelle des Embryos und der Würde des ungeborenen Lebens ebenso wie mit der Debatte über Hirntod und Sterbehilfe. Ehe in Bochum die Köpfe rauchen konnten, hatten sich Lehrer und Schüler schon vor Ort in die Themen gekniet und viel Zeit zusätzlich zum üblichen Unterricht in die Vorbereitung und thematische Umsetzung investiert.
Nicht nur Schulleiterin Elke Neumann ist begeistert über die Möglichkeit, den Unterricht durch das neuartige Projekt sinnvoll ergänzen zu können. Sie freut sich, dass die Jugendlichen Wissenschaft anders erfahren. Hartmut Poth und Klaus Mattelé, zwei Lehrer, die nicht nur in die Organisation eingebunden waren, sondern die Schüler auch nach Bochum begleiteten, machten schon im Unterricht die Erfahrung: Mancher ist näher dran am Thema als vermutet. Etwa wenn beim Zusammenhang von Gentechnik und Krankheit gesagt wurde: „Die Krankheit hab' ich auch.” Oder Verwandte oder Bekannte betroffen sind.
Neben Vorlesungen standen Workshops auf dem Programm. Darin ging es um pränatale Diagnostik oder wie weit Eingriffe akzeptabel sind. Mit im Boot war das Alfried-Krupp-Schülerlabor für Geisteswissenschaften der RUB. Gearbeitet wurde interdisziplinär. Viele Aspekte menschlichen Lebens klopften die Schülerinnen und Schüler mit den Fachleuten der Uni ab. Naturwissenschaftlich-medizinische ebenso wie ethische, rechtliche und seelsorgliche. Der Kontakt zur Gesamtschule, die auf Fortsetzung hofft, kam über Prof. Dr. Klemens Störtkuhl (Fakultät für Biologie und Biotechnologie) zustande.



Anderen Menschen nicht weh tun WAZ 18.05.2009

Ob das Schicksal der ukrainischen Zwangsarbeiterinnen auch sie selbst verändert hat? Die Jugendlichen denken mehr darüber nach, ob sie anderen Menschen wehtun, sie diskriminieren.
„Ich bin nicht mehr so unzufrieden”, sagt ein Mädchen. Seit es gesehen hat, unter welchen Umständen alte Frauen noch heute in der Ukraine leben. Ein Jugendlicher beanstandet, dass Frauen in Marokko nicht die gleichen Rechte haben wie Männer.
Die Schicksale, die an den Wänden der Gesamtschule auf Schautafeln festgehalten sind, gehen den Schülerinnen und Schülern nahe. Sie haben einiges in Bewegung gesetzt in den Köpfen der jungen Leute. Der „Riss durchs Leben”, wie die Ausstellung heißt, beschreibt die Lebenssituationen von zehn ukrainischen Frauen, die im Zweiten Weltkrieg Zwangsarbeiterinnen waren. Nicht weit weg, in Wuppertal, verloren sie ihre Kinder oder brachten sie unter unvorstellbaren Umständen zur Welt. Waren hochschwanger nicht nur harter Arbeit ausgesetzt, sondern Demütigung. Frauen, die die Großmütter der jungen Schüler sein könnten. Und die die Erzählungen der eigenen Großeltern und Eltern vom Krieg inzwischen ganz anders verfolgen.
Etwa 300 Menschen haben die Ausstellung bisher gesehen. Darunter wenige Jugendliche aus anderen Schulen. „Alle müssten sie sich ansehen”, findet nicht nur die 7f von Rainer Kokenbrink. Dass sie in der Hattinger Gesamtschule und damit zum ersten Mal überhaupt in einer Schule hängt, kommt nicht von ungefähr.
Seit 1993 kümmert sich eine Projektgruppe in Form einer Patenschaft um die Pflege und Würdigung des Ehrenfriedhofs für russische Zwangsarbeiter an der Maasbecke im Ludwigstal. „Ich hatte noch nie Mühe, Schüler dafür zu begeistern”, sagt der Lehrer. Die Ausstellung soll ein weiterer Baustein der Projektarbeit sein, mit dem Erinnerungen wach gehalten werden. Es gebe viele Möglichkeiten und Fächer, die Ausstellung in den eigenen Unterricht einzubauen, wirbt Kokenbrink. Marina findet die Auseinandersetzung wichtig, weil es auch heute „Nazis gibt und Menschen, die gegen Ausländer sind.” Luisa haben die Schicksale sehr traurig gemacht. Sie findet es wichtig sich zu engagieren. Jennifer schließt sich der Meinung an, dass „so etwas nie wieder passieren darf”. Lokmen macht sich stark auch für die Rechte von Frauen. Es sei wichtig, diese schlechten Erinnerungen öffentlich zu machen, finden die Schüler. Und sich auf die Schicksale einzulassen. Sehr erwachsen wirken schon 13-Jährige in der Diskussion. Auch ihrem Lehrer kommen sie auf einmal sehr reif vor.



Schicksale ukrainischer Zwangsarbeiterinnen

Die Gesamtschule Hattingen zeigt im Mai die Ausstellung „Riss durchs Leben“ des Landesverbandes Rheinland. 20 Schautafeln stellen die Lebenssituationen von 10 ukrainischen Frauen heute vor.  Gegenüber stehen ihre Geschichten als Zwangsarbeiterinnen in den letzten Jahren des 2. Weltkrieges in NRW. Anschaulich werden so die titelgebenden Risse und Folgen der Zwangsarbeit im Leben der Frauen.
Seit 1993 kümmert sich eine Projektgruppe der GE Hattingen in Form einer Patenschaft um die Pflege und Würdigung des Ehrenfriedhofes für russische Zwangsarbeiter an der Maasbecke im Ludwigstal. Die Anwerbung der Ausstellung stellt einen weiteren Baustein der Projektarbeit dar, mit dem Erinnerungen wach gehalten werden sollen.
Unterstützt vom Stadtarchiv Hattingen, der Gesellschaft „Bochum-Donezk“ und dem ehrenamtlichen Engagement vieler Schüler und Lehrer wird die Ausstellung vom 5.5. – 28.5.2009 täglich in zwei Blöcken von 9.40 – 12.30 Uhr und von 13.30 – 17.00 Uhr im unteren Foyer der Gesamtschule zu besuchen sein.




Müsli-Mütter tischen auf von Brigitte Ulitschka / WAZ

Erst kommen sie nur vereinzelt, dann wird es plötzlich eng rund um die Müslibar in der Gesamtschule. Jugendliche zählen ihr Kleingeld nach, wägen den Hunger im Bauch ab - und schlagen zu zum Selbstkostenpreis, je nach Appetit und Geldbörsenlage.
„Wo ist denn der Zucker?”, fragt ein Mädchen in der Schlange. Gibt es nicht. Schließlich sind die Müslis, die die Mütter hinter dem Tresen auftischen, sowieso schon gezuckert. Und hier geht es ja um gesunde Ernährung, da muss nicht noch Süßes drübergestreut werden. Das Angebot ist fast so alt wie die Gesamtschule. Seit 20 Jahren existiert es. Der Gesundheitsausschuss der Schule hatte sich damals vorgenommen, den Kindern und Jugendlichen gesunde Alternativen aufzuzeigen. Nicht nur beim regulären Mittagessen.
Der Vorteil hier liegt auf der Hand: So günstig ist es höchstens noch bei Muttern zu Hause. Schließlich kostet eine Kelle Müsli, Honigpops, Cornflakes oder Haferflocken nur zehn Cent. Sieben dicke ´Schüsseln stehen in der Auslage. Der selbstgemachte Salat aus frischem Obst von Erdbeeren über Ananas bis Kiwi ist für 20 Cent zu haben. Dazu gibt es Milch oder Quark. Ein hungriger Jugendlicher ordert vier Löffel Müsli. Und will charmant Trinkgeld geben. Da hat er bei den zwei Müsli-Müttern kein Glück. Sie reichen ihm die zehn Cent zurück.
Müsliauswahl und Nachfrage sind immer noch groß. Nur die Zahl der ernährungsbewussten Ehrenamtlichen ist deutlich geschrumpft. 30 Mütter waren es in den stärksten Zeiten. Heute schwingen neun die Riesenlöffel, mit denen die Portionen ausgegeben werden. Nicht mehr in der Mensa, wo es zu viel wurde, das Geschirr mit zu spülen. Die Müslibar hat inzwischen ihren eigenen Raum mit angrenzender Küche. Auch Papas, die regelmäßig zum Selbstkostenpreis Alternativen oder Ergänzungen zum normalen Mittagsmenü anbieten möchten, sind willkommen.
Martina Trümpler, die ein Kind in der zehnten Klasse hat, engagiert sich seit sechs Jahren. Bei Angelika Gieselmann sind es fünf. Sie springt für ihre Tochter ein, „die hat vier Kinder und keine Zeit”, sagt die Oma. Zweimal im Monat schieben sie freiwillig Dienst in der Müslibar. Montags und mittwochs von 12 bis 13.45 Uhr, um gesunde Ernährung zu propagieren.
Ajla (12) lässt sie sich ebenso schmecken wie Betül, Lisa, Nesrin oder Fadime (alle 13). Viele variieren. Essen mal zu Mittag. Und mal an der Müslibar. Schulleiterin Elke Neumann ist angetan von dem Angebot und dem Engagement der Eltern. Sie selbst nutzt es nur deshalb nicht, weil sie meist „keine Zeit” hat. Die Jugendlichen essen mit Genuss, was die Mütter mit Liebe angerichtet haben. Gestern standen Necmiye Unverdi und Nazifa Kormazyürek hinterm Tresen. Löffelten Nahrhaftes in Schalen. Jugendliche, die ihren Hunger unterschätzt haben, halten einfach noch mal den Teller hin: „Kann ich einen Nachschlag haben?”



Energie und Wirtschaft im Blick

Umringt von Schülern des Energie-Teams unterzeichneten Schulleiterin Dr. Elke Neumann und AVU-Vorstand Dieter ten Eikelder den Kooperationsvertrag. Davon profitieren sollen alle 1200 Gesamtschüler. Foto: Waschkuhn

Die Gesamtschule hat eine Kooperationsvereinbarung mit dem Versorgungsunternehmen AVU unterzeichnet. Dabei geht es nicht nur um das Thema Ressourcen, sondern auch um Einblicke in die Berufswelt
Schulen sind keine Elfenbeintürme, sondern sie sollen die Jugendlichen aufs Leben vorbereiten. Die Hattinger Gesamtschule hat sich getreu dem Leitsatz Kooperationen mit der Wirtschaft auf die Fahnen geschrieben. Doch keine Zusammenarbeit ohne Partner - und das Versorgungsunternehmen AVU zählt nun auch formell zu den engsten Verbündeten.
Schulleiterin Dr. Elke Neumann und AVU-Vorstand Dieter ten Eikelder unterzeichneten am Donnerstag eine Kooperationsvereinbarung. Schon seit geraumer Zeit laufen gemeinsame Aktionen im Bereich Energie und Trinkwasser. Nun ist die Schulpartnerschaft schwarz auf weiß dokumentiert: "Die unmittelbare Zusammenarbeit mit der AVU führt zu einem regen Austausch mit der Berufswelt und zur praxisbezogenen Vermittlung von wirtschaftlichen Prozessen und Strukturen", steht unter anderem in dem Papier. Die Kontakte sollen also noch intensiver werden.
So werden zum Beispiel die aktuellen Stromverbrauchsdaten der Schule online bereit gestellt. Dieses so genannte Lastgang-Management - bekannt als AVU-Dienstleistung für Industriekunden - zeigt viertelstündlich den Stromverbrauch an. "Die Schüler können so im Unterricht sehen, wie sich bestimmte Maßnahmen auf den Verbrauch auswirken", erklärt Elke Neumann.
Weitere Kooperationsinhalte: die bevorzugte Bereitstellung von Praktikumsplätzen durch die AVU, Informationen über Auswahlverfahren bei Bewerbungen um AVU-Ausbildungsplätze, Exkursionen zu Kraftwerken und Windrädern, Beratung beim Einsatz von Schulmedien zum Thema Energie, gemeinsame Projekte zum Beispiel im Rahmen der Agenda-Aktivitäten, Lehrerfortbildungen. Auch AVU-Vorstand Dieter ten Eikelder sieht die Zusammenarbeit ganz pragmatisch: "Der bewusste Umgang mit Energie wird so bei den Jugendlichen gefördert."
Mit dem Thema Energie und Umwelt befasst sich die Gesamtschule bereits in vielen Bereichen - dazu gehören u.a. Photovoltaik-Anlage und Blockheizkraft, der Besuch des NRW-Umweltmobils, das Trinkwasserprojekt. Ein Energie-Team der Schüler spürt regelmäßig Einsparpotenziale in den Klassen auf, ein Teil des eingesparten Geldes fließt als Prämie in die Klassenkasse.



Das Verhalten im Bewerbungsgespräch trainiert hier Merve Tutucu - Bestandteil der Angebote, die das Berufsorientierungsbüro an der Hattinger Gesamtschule bereitstellt. Foto: Walter Fischer

Den Schulabschluss in der Tasche - und was dann? Jugendliche sollten sich möglichst frühzeitig mit dem Thema Berufswahl befassen und dabei auch Ziele jenseits der klassischen Berufsfelder ins Auge fassen. Doch mit Wünschen allein ist es nicht getan - sie erfolgreich in die Tat umzusetzen, fängt mit einer ordentlichen Bewerbung an.
Die Schule soll ihnen dabei helfen. Neue Wege beschreitet die Hattinger Gesamtschule mit BOB - dem jetzt eröffneten Berufsorientierungsbüro. Ein Ort, der ausschließlich der vertieften Berufsberatung dient. Alle Fäden laufen hier zusammen, alle Kooperationspartner bieten den Jugendlichen hier ganz individuelle Sprechstunden und Informationen.
Früher hieß der Raum im Außengebäude Lange Horst schlicht und ergreifend A14 oder Beratungszimmer. Das mag der Grund dafür sein, dass nicht jeder Schüler mit der neuen Bezeichnung BOB auf Anhieb etwas anfangen kann. "Das wird sich mit der Zeit einspielen", sagt Schulleiterin Dr. Elke Neumann.
320 Schüler der Jahrgangsstufen neun und zehn sowie 300 Oberstufenschüler können das Angebot nutzen. Alexander Schierholz und Tim Eickhoff zählen dazu: Die beiden Neuntklässler haben die Jungenförderung, von Diplom-Pädagoge Frank Scheiner geleitet, besucht. "Fast die Hälfte aller Jungen wollen Kfz-Mechatroniker werden. Doch es gibt viele Ausbildungsalternativen, beispielsweise im sozialen oder kaufmännischen Bereich", erklärt der Seminarleiter, auch für die VHS Hattingen tätig. Die Schüler haben ihren Horizont erweitert, nicht nur was die Berufsauswahl anbelangt. Coaching ist ebenfalls wichtig - sich gut zu verkaufen: "Das Verhalten im Bewerbungsgespräch wurde trainiert - das hat viel gebracht", sagen Alexander und Tim. In Rollenspielen geht es um Körpersprache und Ausdrucksweise. Und Bewerbungen wollen gut formuliert sein: "Dafür gibt es ein Training, auch am Computer - eine große Hilfe", sind Merve Tutucu und Jonas Pickhardt aus der zehnten Stufe zufrieden.
Zu den Kooperationspartnern, die den Jugendlichen auf die Sprünge helfen wollen, gehören neben den Beratungslehrern unter anderem das HAZ, die Arbeitsagentur und die AWO. Partner aus Wirtschaft und Hochschule geben den Gesamtschülern zusätzlich ganz praktische Einblicke in die Arbeitswelt. In der Oberstufe gehört neben der Berufs- auch eine Studienorientierung dazu.



Jugend forscht: Energie effizienter nutzen

Schaute sich alternative Energien an: Christa Thoben, NRW-Ministerin für Wirtschaft und Energie

NRW-Ministerin Christa Thoben besucht mit dem Energiemobil die Gesamtschule. Fragerunde von Schülern zur Energieversorgung
Frühmorgens auf dem Parkplatz der Gesamtschule in Welper: Da steht das orangefarbene Beratungsmobil der Energie-Agentur NRW. Der einzige Farbklecks am grauen Morgen. Noch ist von Energie nicht viel zu spüren. Nur im Bus brennt Licht. Einige Schüler schauen sich drinnen um.
Draußen wartet die Hattinger Politik um Bürgermeisterin Dagmar Goch (SPD) und Gerhard Nörenberg (CDU) auf Christa Thoben. Die Landesministerin für Wirtschaft und Energie besucht mit dem Bus an diesem Donnerstag die Schule. Thema: Energie und Klimaschutz.
Seit zehn Jahren behandelt die Schule diese Themen. Daher liegt Hattingen auf der Route des Energiemobils. Als die Ministerin ankommt, steigen alle sofort in den Bus. Eng ist es, mit Schülern, Politikern, Energieexperten und Lehrern.
Die Ministerin schaut sich die Brennstoffzelle und Vorzüge der Steckdose mit Schalter an. "Damit lässt sich Energie sparen." Genau dafür soll das Energiemobil Schüler sensibilisieren. Christa Thoben fügt hinzu: "Je eher sie sich damit beschäftigen, desto besser."
Nach der Tour durch den Bus besucht die Ministerin noch den Physikunterricht der Klasse 11. Es geht hinüber zum Gebäude der Oberstufe. Zeit, Interessen zu vertreten. Hartmut Poth, Lehrer für Erdkunde und Biologie, koordiniert Aktionen zur nachhaltigen Entwicklung. Sein Plädoyer an die Ministerin: Fächer besser verknüpfen, um Zusammenhänge zu verstehen.
Im Physikunterricht beschäftigen sich die Schüler mit alternativen Energien. Eine Gruppe plant eine Solaranlage. Hier schaltet sich die Ministerin ein. "Wie funktioniert das denn?" Die Mädchen erklären ihr den Bauplan. Wichtig sei die Lage. "Eine Ausrichtung nach Süden ist nötig."
In der Fragerunde gibt sich die Politikerin locker. Die Schüler erkundigen sich nach Brennstoffen, Heizungsarten und ob der Klimawandel real sei. "Es ist grundlegend wichtig, Energie zu sparen und sich damit auch umweltbewusst zu verhalten", sagt die Ministerin. Wie sie zur Kernernergie stehe? Unter Umständen sei es besser, die Kernenergie so lange zu nutzen, bis die Alternativen effizienter werden. Bei der Frage nach der eigenen Heizung antwortet die Politikerin ganz ehrlich: "Ich bin da kein gutes Vorbild. Bei mir gibt es eine Nachtspeicherheizung. Da ich aber nicht so oft zu Hause bin, geht es noch." tk

 Zum Pressebericht der Energieagentur NRW ....





Erst dengeln, dann schneiden WAZ Hattingen, 20.10.2008, Von Linda Aschendorf

Mit Gummistiefeln und Muskelkraft wagten sich die Teilnehmer der Ökologie-AG der Gesamtschule und der VHS-Aktion in die Feuchtwiese. Fotos: Walter Fischer

Das Bild, das sich auf dem BUND-Gelände Im Felderbachtal bietet, wirkt nostalgisch. Bei strahlendem Herbst-Sonnenschein stehen dort Menschen im Grünen und schwingen ihre Sensen. Doch was wie ein überholtes Schweizer Bergbauern-Idyll wirkt, ist auch heute durchaus noch von Nutzen
"Die Aktion ,Mahd mit der Sense' ist naturfreundlich, macht keinen Lärm und hält auch noch fit", schmunzelt der Künstler und VHS Dozent Michael Görler und macht seinen Teilnehmern direkt vor, wie es richtig geht: Ein ziehender Schnitt ist durchzuführen, "nicht hacken". Parallel zur Oberfläche, ungefähr zehn Zentimeter über dem Boden. So werden Tiere, die sich unter dem Gestrüpp aufhalten nicht verletzt.
Bevor es richtig los gehen kann, muss die Sense aber noch "gedengelt", geschärft werden. Michael Görler demonstriert, wie man Dengelhammer und -amboss richtig anwendet. Sabine Sorge und ihr Partner schreiten daraufhin gleich selbst zur Tat. Sie haben ihr eigenes Sensenblatt mitgebracht. Neu, aus dem Baumarkt. Nun muss es erst einmal einsatzbereit gemacht werden. Die Beiden möchten das Gelernte später zu Hause anwenden: "Wir haben ein eigenes kleines Gelände. Außerdem reizt uns das Naturerlebnis."
Die Arbeit mit der Sense auf dem BUND-Gelände soll das Gebiet vor Überdüngung schützen und somit die Sauerstoffzufuhr für die dort angelegten Amphibien-Teiche gewährleisten. "Dort lebt zum Beispiel der Grasfrosch. Er überwintert auf dem Grund des Teiches und nimmt über seine Haut Sauerstoff auf", erklärt Görler. Und als ob er gehört hätte, dass soeben von ihm die Rede war, springt der erste Grasfrosch einem jungen Teilnehmer vor die Füße. Das hübsche Tier wird bewundert und danach in Sicherheit gebracht.
Die Arbeit mit Sense, Rechen und Heugabel kann beginnen. Mit dabei ist auch wieder die Ökologie-AG der Gesamtschule. Sie kooperiert bereits seit zehn Jahren mit dem BUND, hat eine Partnerschaft für die Feuchtwiese übernommen und kümmert sich auch um den Krötenzaun.
Die praktische Arbeit kommt gut an. Lehrer Hartmut Poth weiß: "Die Schüler sind sehr interessiert und genießen die Abwechslung zur Theorie. Außerdem dient die Erfahrung der beruflichen Orientierung und erhöht erfahrungsgemäß die Chance auf eine Lehrstelle, zum Beispiel im Garten- und Landschaftsbau."



Besuch aus der Mongolei

Auch in diesem Schuljahr freuen wir uns an unserer Schule wiederum darüber, einen Gast aus einem fernen Land zur Hospitation für einige Wochen begrüßen zu dürfen. Frau P.Khajidmaa ist aus der Mongolei nach Hattingen gekommen, um vor allem Mathematikunterricht in den unteren Klassen zu beobachten. Sie selbst ist in der Hauptstadt der Mongolei Ulan Bator Schulleiterin an einer privaten Schule, in der auch Fachunterricht in deutscher Sprache erteilt werden soll.
Neben den Hospitationen in verschiedenen Mathematikstunden des 5. bis 7.Jahrgangs besucht Frau Khajiidmaa andere Klassen unserer Schule in gesellschaftswissenschaftlichen Fächern, um dort von ihrem Land, der Mongolei, zu berichten und Fragen seitens der Schülerinnen und Schüler zur Geschichte, Geographie, Religion, sowie zur Schule und dem sonstigen Leben zu beantworten.



Vor vollbesetzten Reihen führte die südafrikanische Theatergruppe "Muka Kids" ein Stück über die Lebenswirklichkeit südafrikanischer Jugendlicher nach dem Ende der Apartheid auf. In einer anschließenden Diskussion stellten sich die jungen Schauspieler den Fragen der Schülerinnen und Schüler.
Das „M.U.K.A. Project“ wurde 1995 als ein Theaterprojekt von Straßenkindern in Johannesburg (Südafrika) gegründet. In ihren Stücken setzen sich die jungen Schauspielerinnen und Schauspieler in erster Linie mit ihren eigenen Erfahrungen als Straßenkinder auseinander, außerdem engagiert sich die Gruppe in verschiedenen Entwicklungs- und Stadtteilprojekten, um anderen Jugendlichen Alternativen zu einem Leben in Gewalt, mit Drogenabhängigkeit, Prostitution und Benachteiligung aufzuzeigen.

Fotostrecke der Aufführung



Presse - Schulfest



Musicalpremiere

Trotz Fussballs war die Aula am Sonntag gut gefüllt. Die Schüler boten über 2 Stunden ein abwechslungsreiches Programm und begeisterten ihr Publikum. Zur Bilderstrecke...



Zusätzliches Informationsangebot für Jugendliche: Die neuen Jugend-Internetseiten des Landtags Nordrhein-Westfalen  sind vor kurzem erstmals online gegangen. Sie ergänzen das bestehende Internetangebot des Landesparlaments und erklären in einfacher Sprache, wie der Landtag in Düsseldorf funktioniert.

Die neuen Jugend-Internetseiten beinhalten unter anderem ein Politik-Quiz, ein Spiel, mit dem man virtuell den Plenarsaal erkunden kann, sowie eine Fotogalerie. Ein Film mit den ehemaligen Landtagspräsidenten zeigt, warum es sich insbesondere für Jugendliche lohnt, sich für die Demokratie in unserem Land einzusetzen.
Eine Broschüre zum Thema könnt ihr hier herunterladen. Zum Informationsangebot des Landtages für euch gelangt ihr  hier.




Fit machen für Leben und Beruf - Artikel WR v. 3.8.2007

Dr. Elke Neumann ist neue Leiterin der Hattinger Gesamtschule, an der 1250 Schüler lernen und 103 Lehrer unterrichten. Sie ist Nachfolgerin von Ulrich Kops, der in den Ruhestand wechselte.

Die neue Leiterin der Gesamtschule in Welper, Elke Neumann, will den Schülern weitere Perspektiven bieten.
Dafür holt sie auch Partner aus Universität und Wirtschaft ins Boot
"Es liegt mir am Herzen, den Schülern weitere Perspektiven und Möglichkeiten zu eröffnen." Eingefahrene Wege verlassen, Neues ausprobieren, Partner auch außerhalb der Schule ins Boot holen - das hat sich Dr. Elke Neumann auf die Fahnen geschrieben. Die neue Leiterin der Hattinger Gesamtschule steckt voller Engagement und innovativer Ideen, hat dabei ein wichtiges Ziel vor Augen: "Die Jugendlichen fit zu machen fürs Leben und für den Berufsalltag."
Wissenschaftliche Theorien und pädagogische Konzepte im Hinterkopf, geht es ihr darum, das praktisch Mögliche für den Schulalltag umzusetzen - möglichst kurzfristig, nicht erst in ferner Zukunft. Dabei soll auch die Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern weiterhelfen.
Als Beispiel nennt sie ein Projekt mit Fachleuten der Universität Dortmund, mit dem sie gute Erfahrungen sammelte: Wirtschaftsdidaktiker unterstützen die Schule dabei, betriebswirtschaftliche und ökonomische Grundbildung zu vermitteln. "Die ,Junior Business School´ ist ein Angebot für Oberstufenschüler, sich ein Jahr lang für ein bis zwei Stunden pro Woche mit dem Thema zu befassen. Die Teilnahme ist freiwillig."
Da geht es um das Verhalten von Unternehmen in der Marktwirtschaft, Aspekte der Buchhaltung, auch der eigene Umgang mit Geld und Finanzfragen wird thematisiert. Mit Hilfe von Spielen, Computern und Internet sollen die Jugendlichen Einblicke erhalten. Angesprochen werden außerdem die Bereiche Bewerbung und Assessment-Center. Wichtiger Bestandteil dieser praxisnahen Schulung sei auch die Einbeziehung von Unternehmen aus Hattingen und Umgebung, die den Jugendlichen durch Firmenbesuche konkrete Einblicke ins Wirtschaftsleben bieten könnten. "Interessierte Betriebe aus den Bereichen Handel, Banken und produzierendes Gewerbe können sich in der Schule melden." Zum Abschluss erhalten die Teilnehmer ein Zertifikat. Elke Neumann hofft, dass unter den 300 Oberstufenschülern ein reges Interesse existiert. Die 49-Jährige (sie feiert den 50. im Oktober) will auch Kontakte zur Ruhr-Uni Bochum knüpfen.
Verstärkte Aufmerksamkeit legt sie außerdem auf die Lese- und Sprachförderung in den 5. und 6. Klassen. "Die Fähigkeit der Jugendlichen, Texte zu lesen, aufzunehmen und zu schreiben, ist in den letzten Jahren leider gesunken. Hier muss Schule ansetzen."
Sport gehört zu den Hobbys der Wittenerin, die zwölf Jahre in der Rhythmischen Sportgymnastik aktiv war. Leistungssport ist aber längst kein Thema mehr, vielmehr hält sie sich beim Joggen fit. Malen und Reisen zählen außerdem zu ihren Freizeitaktivitäten, sie hat auf ihren Touren durch Asien, Afrika und Europa wertvolle Erfahrungen gesammelt. Die Eindrücke gibt sie auch in ihren teils großformatigen Bildern wieder, die im Schulbüro hängen.

Foto: Ralf Ritter02.08.2007   Von Ralf Drews



Schulleiter nimmt Abschied

Bei Lehrern nicht sehr beliebt, die Internet-Seite, auf der Schüler Lehrer bewerten können. Unangefochten an der Spitze der Beliebtheitsskala: Uli Kops
Abschied von Elke Hansen und Helga Neumann

Am letzten Schultag vor den Ferien hat die Schule Uli Kops in den verdienten Ruhestand verabschiedet. Zur Abschiedsfeier in der Aula kamen Familienmitglieder, Freunde, Kollegen und berufliche Wegbegleiter aus alten Zeiten  zusammen. Uli Kops war 19 Jahre Schulleiter unserer von ihm mitgegründeten Gesamtschule  und er hat die Schule in dieser Zeit in vielerlei Hinsicht geprägt und vorangebracht. Die Schule möchte ihm an dieser Stellen noch einmal ganz herzlich für die geleistete Arbeit danken und wünscht ihm alles Gute für seinen weiteren Lebensweg.

Etwas im Schatten der Verabschiedung von Uli Kops wurden mit Elke Hansen und Helga Neumann zwei weitere Kolleginnen in den Ruhestand verabschiedet, die das heutige Bild der Schule prägend mitgestaltet haben. Auch diesen danken wir natürlich herzlich und wünschen Ihnen ebenfalls alles Gute für die Zukunft.

Bilder der Abschiedsfeier



07.06.2007

Damit Erziehung nicht dumm macht - Artikel WAZ/WR

Ulrich Kops plädiert für die Vermittlung vernetzten Wissens. Auch nach seinem Ausstieg als Gesamtschulleiter will er sich engagieren für ausländische Kinder. Derzeit "im doppelten Endspurt"

Das Kind und seine schulischen Entwicklungsmöglichkeiten hat Ulrich Kops im Hinterkopf. Weil die Gesamtschule nicht aussortiert, sondern gemeinsames Lernen ermöglicht und nicht zu einer Schullaufbahnentscheidung schon mit zehn Jahren zwingt, hält er sie für die geeignetste Schulform.  Auch wenn Ulrich Kops die Tage im Kalender zählen kann bis zum letzten Mal Schule: Kein Grund sich zurückzulehnen. Auch danach nicht. Der 61-Jährige, der jetzt als Gesamtschulleiter von Bord geht, hat noch viel vor.

So will er sich nicht nur kommunalpolitisch stärker engagieren, sondern sich auch um ausländische Kinder kümmern, wie er im Integrationsrat angekündigt hat.  Bis zum Schluss ist noch einiges zu tun. Kops befindet sich im Moment "im doppelten Endspurt". Denn wie üblich geht das Schuljahr zu Ende. Und dann gab´s als Abschiedsgeschenk noch die ersten zentralen Prüfungen dazu.

Schriftliche Abweichprüfungen müssen abgenommen werden, wenn Abi und Vorzensur zu stark voneinander abweichen oder ehrgeizige Schüler ihren Schnitt verbessern wollen, was bei jedem Zehnten der Fall ist. Überrascht war Kops, "dass wir auch zufällig ausgewählt wurden für die Evaluation der zehnten und 13. Jahrgänge". Dabei war die Gesamtschule schon im Vorfeld bei den Lernstandserhebungen dabei.

Dass Schüler das Richtige und vor allem Denken und Zusammenhänge herstellen lernen, in ihrem eigenen Tempo, das ist dem Sozialdemokraten wichtig. Nicht Schülern Wissen einzutrichtern. Schließlich lernt jeder unterschiedlich. Deshalb freut Kops sich auch, dass Unterrichtsmethoden sich geändert haben. "Erdkundebuch raus, Seite 13 aufschlagen" und dann nach und nach alles abhaken - so läuft´s zum Glück nicht mehr. Einfach oben was reinkippen. "Wir als Lehrer sind gefordert, Methoden zu entwickeln, um nachhaltig Wissen zu vernetzen", sagt er. Nicht allen das Gleiche überstülpen, sondern Wege eröffnen zur Erkenntnis. Dann macht Erziehung auch nicht dumm. Nicht dumm sei der Mensch geboren, nur unwissend. "Men are born ignorant, not stupid; they are made stupid by education" hängt im Zimmer des Schulleiters, der es mit Bertrand Russell hält, dem Mathematiker, Philosophen und Sozialkritiker. Alles Drei ist auch sein Ding. Von Kostenminimierung und proppenvollen Klassen hält er nichts. "Schüler sind kein Menschenmaterial oder Humankapital". Es gelte andere Maßstäbe anzulegen.



Die GeSHa-Drachen holen den Schülerdrachenbootpokal in Witten

Die GeSHa-Drachen (Rennnummer 2) im Finale: unbedrängt, unangefochten, souverän, mit über einer Bootslänge Vorsprung: Erster, Gesamt- und Pokalsieger!

GeSHa-Drachen wollen Spaß und Freude machen.
GeSHa-Drachen machen keine halben Sachen.
GeSHa-Drachen können über Siege lachen.
GeSHa-Drachen lassen´s krachen.
GeSHa-Drachen, wir sind Spitze.
GeSHa-Drachen sind genial.
GeSHa-Drachen haben jetzt den Schülerdrachenbootpokal!

(Die Sieger kamen spät nach Hause!).  zum ausführlichen Bericht...

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24.05.2007

Radio EN hat den heißen Draht nach Cannes / Bericht Radio EN

Von links nach rechts: Thomas Kuballa, Ann-Kathrin Malzkorn, Lisa-Carina Kriek und Mario Karboniak

Vier Elftklässler der Hattinger Gesamtschule nehmen an der "Woche der Filmkritik" der Filmfestspiele in Cannes teil. Ihre Aufgabe ist, die neuesten Filme der internationalen Nachwuchsregisseure zu bewerten.

Vor knapp zwei Wochen haben wir ihnen in "Hallo Wach" von den vier Schülern der Stufe Elf der Hattinger Gesamtschule berichtet: Sie haben bei einem bundesweiten Nachwuchswettbewerb des deutsch-französischen Jugendwerkes mit ihrer Filmkritik gewonnen. Jetzt sind die vier Filmkritiker in Cannes und nehmen an der Woche der Filmkritik teil, die parallel zu den großen Filmfestspielen in Cannes läuft.

Link: Cannes-Spezial

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Vandalen zerstören Bienenstock im Schulgarten

Unbekannte haben während der Osterferien den in unserem Schulgarten befindlichen Bienenstock völlig zerstört, nachdem sie die Aussenumzäunung der Schule überwunden hatten. Gegen die Täter wurde Strafanzeige erstattet. Wir bitten hiermit alle Schülerinnen und Schüler um Mithilfe bei der Suche nach den Tätern. Hinweise bitte an die Schulleitung, Herrn Poth oder die Polizei in Hattingen. Um weitere Zerstörungen in dem von Schülerinnen und Schülern gepflegten Schulgarten zu verhindern, wird eine Videoüberwachung installiert.

 



Austausch mit polnischer Partnerschule

 Informationen über den Besuch bei unserer polnischen Partnerschule finden Sie interner Link folgthier.

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Back to the Roots Part V

 

Bilder zur Veranstaltung findet ihr hier.. und auch  hier...

Die schon legendäre Musikveranstaltung der Gesamtschule Hattingen  ging in die 5. Runde. Am Freitag, den 23.3.2007 um 19.00Uhr starteten die Schüler der beiden Bands ihr neues Programm.  mehr...

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Die Zeitreise

 
Das erfolgreiche Musical "Die Zeitmaschine" geht in die zweite Runde.

Fotos der Premiere finden Sie  hier...

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Im Rahmen des Projektes „Nisthilfen für Vögel, Insekten und Kleinsäuger“ – das Material wurde von unserem Förderverein gesponsert – bauten die Schüler des Ökologiekurses auch einen Turmfalkenkasten. interner Link folgtmehr...

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