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15.11.2018 : 0:36 : +0100

Der Lernbereich Arbeitslehre



Hauswirtschaft (AH)               Technik (AT)               Wirtschaft (AW)

Arbeitslehre wird sowohl im Kernbereich als auch wahlweise im Wahlpflichtbereich angeboten.


Die Fächer Hauswirtschaft, Technik und Wirtschaft im Lernbereich Arbeitslehre werden an der Städtischen Gesamtschule im Verlauf der Sekundarstufe I (z.T. im halbjährlichen Wechsel) in der Regel zweistündig unterrichtet. Im Einzelnen ist die Verteilung der Fächer auf die Jahrgangsstufen wie folgt:

Kasse

Hauswirtschaft
(AH)

    Technik   
(AT)

  Wirtschaft 
(AW)

Wahlpflicht-
Unterricht
(WP)

5

ein Halbjahr
2stündig

ein Halbjahr
2stündig

6

ganzjährig
3stündig

7

ganzjährig
2stündig

ganzjährig
3stündig

8

ein Halbjahr
2stündig

ein Halbjahr
2stündig

ganzjährig
3stündig

9

ganzjährig
2stündig

ganzjährig
3stündig

10

ein Halbjahr
2stündig

ein Halbjahr
2stündig

ganzjährig
3stündig



Die Städtische Gesamtschule Hattingen hat sich dazu entschieden, die Fächer Hauswirtschaft und Technik bereits in Klasse 5 anzubieten. So wird den Schülerinnen und Schülern eine fundierte Wahl für den Wahlpflichtunterricht ab Klasse 6 ermöglicht.
Die beiden Fächer Technik und Hauswirtschaft vermitteln im Anfangsunterricht für alle SchülerInnen schwerpunktmäßig Grundlagen zur Arbeitsorganisation und zur Sicherheit am Arbeitsplatz. Im Fach Hauswirtschaft wird zudem mit den Themen Hygiene und  gesundes Schulfrühstück  von Anfang an auf eine Gesundheitsorientierung geachtet. Die Ernährungsbildung und der Spaß an der Zubereitung und der Verkostung von Mahlzeiten liegt im  Mittelpunkt des Faches Hauswirtschaft. Das Fach Technik vermittelt sowohl technisches Grundwissen als auch vielseitige technische und handwerkliche Grundfertigkeiten.
Die Stunden für das Fach Wirtschaft sind in den Klassen 7 und 9 angesiedelt.
Das Fach Wirtschaft ist Teil eines umfassenden schulinternen Konzeptes zur Studien- und Berufswahlorientierung (BOB). Den Schülern soll vor allem eine fundierte Berufsorientierung ermöglicht werden.
Im Wahlpflichtbereich werden überwiegend fachübergreifende projektorientierte Themen der Fächer Hauswirtschaft, Technik und Wirtschaft angeboten, die einen ökologischen, naturwissenschaftlichen und gesellschaftsrelevanten Bezug aufweisen. Dazu gehören zum Beispiel Fragestellungen zu den Folgen der Massenproduktion von Lebensmittel oder den Veränderungen durch eine zunehmende Automation.
Der sich im Innenhof des Schulgeländes befindliche Schulgarten, der durch Schülergruppen aus dem Fach Ökologie (Ergänzungsunterricht) gepflegt und bewirtschaftet wird, wird auch durch das Fach Arbeitslehre genutzt. Der großzügig angelegte Schulgarten ist vor allem ein Nutzgarten, der von den Technikräumen und den Hauswirtschaftsräumen begehbar ist. Die Verarbeitung der ökologisch erzeugten Lebensmittel erfolgt durch die Schulküche.

 



Der Lernbereich Arbeitslehre



Schüler in Hattingen kochen fast wie die Profis

In der Gesamtschule traten Schüler, Lehrer und Auszubildende vom Akafö zum Kochwettbewerb an. Ihre Zwei-Gänge-Menüs wurden von einer Jury bewertet – darunter Gastronom Friedel Diergardt
Ganz entspannt schlägt Thore Keßler (15) noch ein Ei in die Pfanne, da beginnen Anika Reuter und Bianca Große Rövekamp (beide 17) bereits mit dem Anrichten der Bratkartoffeln und des gemischten Salats. Denn das, was die Zehntklässler der Gesamtschule an diesem Morgen aus vorgegebenen Zutaten gekocht haben, soll in Kürze verkostet werden. Von einer dreiköpfigen Jury, darunter Gastronom Friedel Diergardt (Diergardts „Kühler Grund“).
Der kommt, da ist die Tafel bereits fix und fertig gedeckt: Vier verschiedene Zwei-Gänge-Menüs duften Diergardt und seinen beiden Jury-Kollegen – Schulleiterin Dr. Elke Neumann und Olaf Felske vom Akademischen Förderungswerk (Akafö) — pünktlich zur Mittagszeit entgegen. Zwei Hauswirtschaftsgruppen der Schule, eine Gruppe angehender Köche des Akafö und eine Lehrer-Crew (die regelmäßig fürs Kollegium kocht) haben das Ganze für diesen Kochwettbewerb anlässlich des 25-jährigen Schulbestehens liebevoll angerichtet: Spiegeleier, sichtbar mit Pfeffer gewürzt; Quiches, mit Tomatenröschen verziert; Apfeltaschen an Vanillesauce, in der Smarties schwimmen; Tortillas an Möhrensalat, mit Schnittlauch und Petersilie aufgehübscht.
Die Jury könnte jetzt sofort ran an die Teller, doch anders als TV-Kollege Rainer Calmund hält sich das Trio, das hier und heute über das beste Menü des Tages befinden soll, noch vornehm zurück. Friedel Diergardt und seine beiden Mitesser lassen das Essen erst einmal optisch auf sich einwirken.
„Sehr schön angerichtet“, lobt Friedel Diergardt etwa das Menü von Thore Keßler und seinen Mitschülern (dass das Spiegelei, wenn es im Restaurant serviert worden wäre, einen weißen und keinen braunen Rand haben müsste, erwähnt der Profi nur am Rande). Auch die Apfeltaschen der zweiten Schülergruppe nennt der Profikoch „optisch richtig schön gemacht“. Nach der Verkostung geht der Feinschmecker sogar noch weiter: „Dieses Dessert schmeckt richtig geil. Das könnte ich in jedem Restaurant servieren.“ Noch unter sich ist die Jury da, während die Schüler- und Fast-Profi-Köche im Raum nebenan die Reste ihres Essens verspeisen. „Sehr lecker“, loben sie ausnahmslos alles.
Ein wenig kritischer fällt hier und da das Urteil der Jury aus; doch so „richtig zu meckern“, sagt Chef-Juror Friedel Diergardt später kurz vor der Siegerehrung, gebe es „gar nichts“. Dennoch hat eine der vier Gruppen am Ende nach Meinung der drei Experten etwas besser gekocht als die anderen. Und das waren, ausgerechnet: die Lehrer.
Revanche gefällig?           WAZ   -    Sabine Kruse