DeutschEnglishFrancais
26.9.2017 : 3:55 : +0200





Gesamtschule Hattingen ist " Schule der Zukunft"

Schulgärten anlegen, Streitschlichtungsinitiativen starten, Solaranlagen und Wasserlehrpfade bauen, Energiesparprogramme initiieren, eine Bienenzucht betreuen oder Schule als Ort der Gemeinschaft und des Wohlfühlens gestalten - so lauteten in den vergangenen zwei Jahren nur einige Projekte, die Schüler, Lehrer und Eltern im Rahmen der NRW-weiten Kampagne "Agenda 21 in der Schule" in die Tat umgesetzt haben. Ziel war es, sozial, ökologisch, ökonomisch und global nachhaltige Ideen langfristig in den Unterrichtsalltag zu verankern.
Die Gesamtschule Hattingen erfüllte als einzige weiterführende Schule in Hattingen die Kriterien der Jury und darf sich ab jetzt "Schule der Zukunft in NRW" nennen.



Die vielfältigen Aktivitäten unserer Schule im Bereich Umwelt, Gesundheitserziehung und Schulumfeldverbesserung finden sich ab jetzt auf einer eigenen Website. Sie erreichen die Seite unter der Adresse:  www.agenda21schule.de



Agenda 21: Hattinger Gesamtschüler befassten sich mit Zukunftsthemen

Am 6. und 7. November 2008 fand in der Jugendbildungsstätte Welper zum zweiten Mal ein fächerübergreifendes Projekt der Jahrgangsstufe 11 der Gesamtschule Hattingen statt, bei dem sich Schülerinnen und Schüler im Rahmen der „Agenda 21“ mit interkulturellen und globalen Themen für eine lebenswerte Zukunft auseinander setzen sollten.
Zum Einstieg in die Thematik gaben Mitarbeiter des Instituts für Umweltbildung GEOSCOPIA am Donnerstag, 6. November 2008, einen multimedialen Einblick mit live Satellitenbildern in die Problematik von Klimaveränderung und Wassermangel auf unserer Erde. Die Verbindung zum Menschenrecht auf sauberes Wasser wird hier sehr drastisch am Austrocknen des Aralsees und Tschadsees deutlich, die zunehmende Verwüstung der Erde (z. B. durch die Zerstörung der tropischen Regenwälder) durch globale wirtschaftliche Interessen wird auch Auswirkungen auf reiche Industrieländer wie Deutschland haben. Es wird aber auch um Probleme der Trinkwassergewinnung bzw. des Verbrauchs in unseren Urlaubsregionen und in Hattingen und Umgebung gehen.
Die öffentliche Präsentation der Ergebnisse findet am Samstag, 22. November 2008, in der Gesamtschule Hattingen zum „Tag der offenen Tür“ für Mitschüler, Eltern und die interessierte Öffentlichkeit statt.



Gesamtschule Hattingen - Agenda 21 Schule

Die Städtische Gesamtschule Hattingen wurde im Jahr 1988 sechszügig gegründet.
Nach einigen Jahren der Fünfzügigkeit besteht sie seit 1998 wiederum aus sechs Zügen und einer vierzügigen gymnasialen Oberstufe, die im Jahr 1994 eingerichtet wurde.
Zurzeit besuchen ca. 1270 Schülerinnen und Schüler verschiedener Nationen unsere Schule.
Das Kollegium besteht aus 104 Lehrerinnen und Lehrern.
Die Schule hat zwei Gebäude, das Gebäude in der Marxstraße beherbergt die Klassen 5 bis 8, im Gebäude Lange Horst werden die Schülerinnen und Schüler der Stufen 9 bis 13 unterrichtet.



Der Weg zur Agenda 21 Schule

Schon seit Beginn des GÖS Initiativprogramms hat sich die GE Hattingen mit zahlreichen Projekten in den Fächern Arbeitslehre ? Technik, Geschichte, Gesellschaftslehre und Ökologie beteiligt, wobei in enger Kooperation mit dem Industriemuseum Henrichshütte, dem Bildungswerk Hattingen, dem ZEK, und der Bildungsstätte ?Neues Alter? Projekte zur Technik der Stahlherstellung, zur Entstehung und zum Wandel von Arbeitsplätzen und zur Geschichte der Hütte durchgeführt wurden.

Mit den Partnerschulen St. Georg Schule Hattingen und der Schule Hiddinghausen für geistig- und körperbehinderte Schülerinnen und Schüler wurden integrative Projekte zur ökologischen Schulumfeldgestaltung, zur Barrierefreiheit der Hattinger Innenstadt und der gemeinsame Bau eine Kanus durchgeführt. Sämtliche Netdays-Projekte sind auf im Web der Schule dokumentiert.

In den Zeiträumen 1998-2000 und 2000-2002 hat die GE Hattingen zweimal erfolgreich an dem Landesprogramm ?Umweltschule in Europa? teilgenommen.
Bei dieser Vorläuferkampagne zu ?Agenda 21 in der Schule? ging es darum in mindestens zwei Bereichen die Umweltverträglichkeit der Schule über einen Zeitraum von zwei Jahren nachhaltig zu verbessern. Dabei sollten nicht nur einzelne Arbeitsgemeinschaften oder Klassen an diesem Ziel mitarbeiten,  sondern die ganze Bandbreite der Schulgemeinde wie Eltern, Lehrer, Hausmeister und das Schulamt, sowie außerschulische Partner sollten diese Projekte zur nachhaltigen Verbesserung der Umweltsituation der Schule unterstützen. In der Startphase (1998-2000) an der in NRW 170 Schulen teilnahmen hat sich unsere Schule mit drei Umweltprojekten beworben. Zum einen hat die SV eine getrennte Abfallsammlung in den Klassenräumen eingeführt, weiterhin wurde von den Ökologiekursen eine Partnerschaft für eine Feuchtwiese in Kooperation mit BUND Hattingen ins Leben gerufen und als drittes Projekt wurden von den Schülern der Umweltspürnasen AG in Kooperation mit ihren Eltern und einer Hattinger Stahlbaufirma Winterquartiere für Fledermäuse in alten Stollen im direkten Schulumfeld errichtet . In der zweiten
Phase (2000-2002) beteiligte sich die GE Hattingen am Energiesparprogramm der Hattinger Schulen, welches in Kooperation mit dem Umweltamt der Stadt Hattingen durchgeführt wurde.
Mit dem eingesparten Geld und Landesfördermitteln konnte auf dem Schuldach eine 2,5 KW Fotovoltaikanlage installiert werden. Als zweites Projekt wurde die Kooperation mit den Partnerschule Hiddinghausen und St. Georg neu belebt und die ökologische Schulumfeldgestaltung an allen drei Schulen weiter ausgebaut. In diesem Zusammenhang entstanden behindertengerechte Hochbeete, ein Sinnespfad, eine Freiluftklasse, eine Trockensteinmauer und eine Wildbienen-Nisthilfe Opens external link in new windowzum Projekt Auch die Partnerschaft für die Feuchtwiese im Naturschutzgebiet ?Felderbachtal? wurde im Sinne der Nachhaltigkeit weitergeführt. Für die erfolgreiche Durchführung und Dokumentation all dieser Projekte, erhielt unsere Schule zweimal den Titel ?Umweltschule in Europa?.

Agenda 21 ??das was zu tun ist im 21. Jahrhundert? ist ein Aktionsprogramm für nachhaltige Entwicklung, ein Schlüssel zu einer lebenswerten Zukunft für die kommenden Generationen.
Als Nachfolgekampagne zu ?Umweltschulen in Europa? sollen neben der ökologischen Dimension im Sinne des Dreiecks für Nachhaltigkeit ? auch soziale und oder ökonomische Aspekte aufgegriffen werden. Damit bietet sie Lernen im Kontext an zukunftsfähigen Unterrichtsthemen, die Entwicklung von vernetztem Denken, ökologischen und ökonomische Bildung sowie soziales und globales Lernen. Als ein leitendes Prinzip neuer Bildungsstandards und Lehrpläne kann die Kampagne ?Agenda 21 in der Schule? Bildung für eine nachhaltige Entwicklung auf dem Weg zu einer sozialen und globalen Gerechtigkeit fördern (MSJK NRW 09.05.05).
Aus diesen Gründen soll daher der Agenda Gedanke eine zentrale Rolle im Schulprogramm spielen und als übergreifende Klammer und Leitlinie passender Schulaktivitäten gesehen werden.
Dazu hat die GE Hattingen in der ersten Phase der Jahre 2003-2005 einen Agenda Arbeitskreis aus Eltern Schülern und Lehrern ins Leben gerufen, der die unterschiedlichen Projekte koordinierte und am 14. Oktober 2005 den ersten Agenda-Tag organisiert hat an dem alle Schülerinnen und Schüler, Lehrer, viele Eltern und zahlreiche außerschulische Partner beteiligt waren. Dieser Aktionstag (Future day) hatte das Ziel den Agenda-Gedanken in der Schulgemeinde besser bekannt zu machen und eine größere Anzahl von Mitstreitern unter Lehrern und Schülern zu gewinnen.
Die Schwerpunkte der Kampagnen-Arbeit lagen bisher im sozialen Bereich im Auf bau einer durch Schüler koordinierten Streitschlichtergruppe, in der Opens internal link in current windowPflege eines russischen Ehrenfriedhofs und in einemOpens internal link in current window Judoprojekt mit behinderten und nicht behinderten Schülerinnen und Schülern in Kooperation mit der Partnerschule Hiddinghausen  . Im ökonomischen Bereich wurde im Technik und Arbeitslehreunterricht ein Holzbackofen aufgebaut und im ökologischen Bereich wurde der Schulgarten um einen Teich mit einer solarbetriebenen Teichpumpe erweitert. Durch die erfolgreiche Realisation dieser Projekte konnte unsere Schulen am 19.05.2005 den Opens internal link in current windowTitel ?Agenda 21 Schule? in Empfang nehmen.

Für den neuen Projektzeitraum 2005 - 2008 hat sich die Gesamtschule Hattingen erneut mit drei Schwerpunktprojekten beworben. Zum einen soll die bestehende Schulpartnerschaft mit unsererOpens internal link in current window Partnerschule in Krosno (Polen) erweitert werden durch einen Opens internal link in current windowfesten Kontakt zu einer Schule in der Nähe von Mailand. Als zweites Projekt sollen im Rahmen der Lernumfeldverbesserung Maßnahmen durchgeführt werden, die Schülerinnen und Schülern und Lehrerinnen und Lehrern den Schulalltag angenehmer gestalten. Dazu wurden die Schulräume gestaltet, Aufententhaltsräume geschaffen und der Schulgarten um ein "grünes Klassenzimmer" erweitert. Der dritte Projektschwerpunkt befasst sich mit Opens internal link in current windowSchulgesundheit. 
Um interkulturelles Lernen an der Gesamtschule Hattingen weiter zu etablieren, wurde am 28.9.2006 der zweite Agenda-Tag mit dem Titel "Opens internal link in current windowZukunft mit Afrika" veranstaltet.