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26.9.2017 : 3:57 : +0200



Beispielstundenplan neue 5er

Beispielstundenplan
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Informationsheft angehende 5er zum Download





Der neue AG-Katalog 16/17 ist da

Liebe Schülerin, lieber Schüler, liebe Eltern,

endlich ist er da, der Katalog unserer Arbeitsgemeinschaften, kurz AG genannt. Du darfst deine AG selbst wählen. Dies geschieht mit einem Wahlzettel, den du bekommen wirst. Dort gibst du deinen Lieblingswunsch, sowie eine zweite und eine dritte Wahl an. Das machen wir deshalb, weil wir nicht immer den Lieblingswunsch erfüllen können. Deshalb überlege genau, was du als Zweit- oder Drittwunsch angibst. Immerhin wählst du die AG für die Dauer eines Schuljahres und eine Umwahl oder einen AG-Wechsel gibt es nicht!

Hier könnt Ihr den Katalog herunterladen...

Wenn du dir nicht sicher bist, was du wählen sollst, so helfen dir deine Klassenlehrer oder Herr Spittank gerne weiter.

Schau bitte genau hin, ob du eine AG wählen darfst. Nicht jeder Jahrgang darf jede AG wählen.

 Außerdem achte bitte darauf, ob du zum angegebenen Termin Zeit hast. Die meisten Arbeitsgemeinschaften finden am Donnerstag statt, einige aber zu anderen Zeiten. Wenn du also zum Beispiel dienstags Training oder Förderunterricht hast, kannst du keine „Dienstags-AG“ wählen.

Denke bitte auch daran: eine AG ist für die Jahrgänge 5 und 6 verpflichtend. Du musst also eine AG wählen und auch dort hingehen. Die Teilnahme an einer AG kommt auch auf dein Zeugnis und wird bewertet. Und – unentschuldigtes Fehlen können wir gar nicht leiden!

Die Arbeitsgemeinschaften 1 – 12 sind kostenpflichtig! Dies steht genau im Katalog. Wenn man einmal angemeldet ist, muss man bezahlen. Der Jahresbeitrag ist so bemessen, dass das Geld im Bedarfsfall komplett aus dem Paket für Bildung und Teilhabe bezahlt werden kann.

Die Arbeitsgemeinschaften beginnen am 13. September 2016.

Wenn du keinen Wahlzettel bekommen hat, kannst du dir diesen bei Herrn Spittank im Freizeitbereich abholen.

Viel Spaß mit deiner AG!



Trauerbegleitung

Wir haben eine zertifizierte Trauerbegleiterin: Irma Eckelt.
Schüler und Schülerinnen können bei Trauerfällen zu mir kommen,
wenn sie sich von einer nahestehenden  Person trennen müssen,
- weil sie gestorben ist,
- weil sie nach einer Trennung weggegangen ist.
Sie können auch zu mir kommen, wenn sie leiden, weil ein
Haustier gestorben ist.
Alles, was wir besprechen, bleibt unter uns.







Lesen an erlesenen Orten

Das Projekt: „Lesen an erlesenen Orten - Bücherei und Schule fördern die Leselust“   Ein Vorleseprojekt für das 5. Schuljahr   Unsere Intention: Die Förderung der LESELUST bei Schülerinnen und Schülern. Leseförderung durch Vorlesen, mit dem Ziel, Kinder mit Büchern vertraut zu machen, Freude am Lesen/Vorlesen und Lesebegeisterung zu wecken oder zu erhalten. Auch um die Schülerinnen und Schüler im Hinblick auf ihre Lesekompetenz nachhaltig zu beeinflussen.   Zum ersten Mal führten wir das Projekt im Schuljahr 2006/2007 im Sprachförderunterricht der 5. Klassen durch. In 5 – 7 Doppelstunden pro Klasse fanden Vorlesestunden an „besonderen“ außerschulischen Lernorten oder an ganz speziellen, außergewöhnlichen Orten in der Schule statt. Die Idee war einfach, dass das Vorlesen nicht im Klassenraum, sondern an „besonderen“, deshalb „erlesenen“ Orten stattfinden sollte. Fernab von schulischen Lesegewohnheiten sollten die Kinder angeregt werden, neue, spannende Lesewelten zu entdecken. Es wurden Leseorte aufgesucht, an denen Kinder neue, ungewohnte, attraktive Zugänge zu Büchern bekommen können.   Im Rahmen des NRW-Landesprogramms „Kultur und Schule“ entstand eine intensive Kooperation zwischen unserer Schule und der Stadtbibliothek Hattingen. Die Stadtbibliothek stellte für den Zeitraum von 6 x 6 Wochen Ausgebildete Vorleserinnen vom Förderverein der Bibliothek („Freundeskreis Stadtbibliothek Hattingen e.V.“) und spannende Kinder- bzw. Jugendbücher zur Verfügung. Teilgenommen an diesem Projekt haben alle sechs 5. Klassen der Gesamtschule Hattingen. Die erste Vorlesestunde fand jeweils in der Stadtbibliothek statt, so dass alle 5. Klassen bei dieser Gelegenheit die Stadtbibliothek und deren Angebot kennen lernen konnten. Die WAZ schrieb dazu in einem Artikel zu unserem Projekt: „Als erstes sollen die Fünftklässler den Ort kennen lernen, an dem sie sich später mit Nachschub versorgen können“. Bereits in der Bibliothek wurde in „besonderen“ Räumen vorgelesen: Im Treppenhaus, im Keller oder auf dem Dachboden. Dann wurde es   -  je nach Genre  -  spannend oder auch gruselig: Die Gespenstergeschichten wurden z.B. auf dem Burgturm der Burg Blankenstein, in der Burgruine Isenburg, aber auch im dunkelsten hintersten Keller der Schule (beim Licht einer einzigen Taschenlampe) vorgelesen. Mehrere Bücher fanden einen „erlesenen“ Ort in der Hattinger Henrichshütte, einer Industriebrache mit angeschlossenem Museum, die viele verlockende, außergewöhnliche Räume bot. Je nach Zeitaufwand für den Weg zum „erlesenen“ Ort und je nach Umfang des Buches benötigten die einzelnen Klassen 5 – 6 Doppelstunden für das gesamte Projekt. Für die Schülerinnen und Schüler, die in Klasse 5 längst selbst lesen können, es jedoch oft (noch) zu selten tun, hatte das Vorleseerlebnis einen großen „Verwöhneffekt“, denn Vorlesen ist auch eine Form von Zuwendung. Die Kinder konnten außerdem die „erlesenen“ Orte erobern, die spezielle Atmosphäre der Lese-Orte wahrnehmen und vor allem das Zuhören genießen. Sie spürten das Besondere an der Situation und konnten sich bewusst daran erfreuen. Die WAZ schrieb dazu: „… und (wird jedes Kind) beim modellhaften Lesen mit Event-Charakter vielleicht auch sein Herz entdecken für andere Bücher  - und das Lesen zu Hause. Es muss ja nicht unter der Bettdecke sein.“   Wie wir später feststellen konnten, hatte diese Vorlese-Erfahrung offenbar einen positiven Einfluss auf die eigene „Vorleselust“ der Schülerinnen und Schüler. Dies machte sich beim Vorlesewettbewerb in Klasse 6 deutlich bemerkbar: Viel mehr Schülerinnen und Schüler als in früheren Jahrgängen hatten Freude am Vorlesen und gaben sich besonders viel Mühe, „professionell“ vorzulesen. Außerdem hatten die Kinder Routine im Zuhören und konnten auch das Vorlesen im Unterricht als etwas Besonderes empfinden. Bleibt zu hoffen, dass unser Projekt „Lesen an erlesenen Orten“ auch Einfluss auf die familiäre Lesekultur hat und die Kinder vielleicht sogar das Vorlesen in der Familie stärker einfordern.   LINKS: www.jugendstil-nrw.de www.stiftungslesen.de  und  besonders:  www.stiftunglesen/vorlesestudie www.vorlesewettbewerb.de



Fair Mobil im Januar 2011

Klassengespräche...
Gemeinsam sind wir stark: Das "Laufende A".
Der "Wippermann", nur mit Zusammenarbeit kann ein vorgegebenes Ziel erreicht werden."

Das Fair Mobil an der Gesamtschule Hattingen

„Porsche gegen Ferrari“, „Konfliktskyline“, „Wippermannn“, „Der Ton macht die Musik“, „Laute Lotsen“, „Gemeinsam stark“, „Gekonnt geküsst“, „Zaunkönig“, „Gegen die Decke“, „Raumschiff Enterprise“ und „Geheime Freunde": einige der Stationen des Erlebnisparcours, den das „Fair Mobil“-Team aus Münster in der vergangenen Woche zur Gesamtschule nach Hattingen mitgebracht hat.

Drei ganze Tage lang konnten die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 6 ein weiteres Mal einen anderen, erlebnisorientierten Unterricht genießen. Das Motto der Projekttage: „Stark im MiteinanderN“, Zielsetzung: Weiterentwicklung sozialer Eindrücke und Fähigkeiten. Gewalt, Angst, Wut, Ausgrenzung und Enttäuschung in der Schule sollen erkannt und benannt werden, damit mit gemeinsamen Strategien dagegen angearbeitet werden kann, soziale Fähigkeiten wie Zusammenarbeit, Zuversicht, Vertrauen, Wünsche und Hoffnungen sollen erlebt, verdeutlicht und eingeübt werden, um den Alltag an der Schule für alle Schülerinnen und Schüler angenehmer und damit erfolgreicher gestalten können. Weiter zum kompletten Artikel .



Top im Lesen Hattingen, 10.12.2010, Brigitte Ulitschka

Lukas’ Daumen steht kerzengerade wie eine Eins in der Luft. Julia, sein Gegenüber, lacht entspannt. Beim Vorlesen macht ihnen so schnell keiner was vor.
Was man nicht von allen Kindern behaupten kann. Soeben hat Pisa zwar festgestellt, dass deutsche Schüler besser geworden sind. Aber sie haben sich gerade mal ins Mittelfeld vorgeschoben.
Das hat das Leseduo weit hinter sich gelassen. Julia Boehnke legt sich noch mal ins Zeug für den Termin mit der Zeitung, liest eine Stelle aus „Das magische Baumhaus“ vor. Lukas Platte hört aufmerksam zu und zieht konzentriert die Stirn kraus. Beide sind superfit. Die Kinder sind im Vorlesen Schulsieger geworden an der Gesamtschule in Welper.
Nicht gleichzeitig. Lukas ist ein Schuljahr und eine Stufe weiter. Der Zwölfjährige, der inzwischen in der siebten Klasse ist, setzte sich im vergangenen Schuljahr durch. Als Vorleser. Diesmal bewertete er als Jurymitglied die Vortragskünste von Sechstklässlern. Für Julia ist er des Lobes voll.
Seine Tätigkeit in der Jury gefiel ihm. „Ich wollte schon immer mal in einer Jury sitzen und anderen die Meinung sagen. Das ist eine andere Erfahrung, ganz witzig“, findet der Schüler aus der 7e. Dabei blieb er natürlich objektiv und urteilte streng anhand des Kriterienkatalogs. Zu bewerten waren Lautstärke, Schnelligkeit, Augenkontakt, ob „die Schüler verstehen, was sie lesen“.
Das hat Auswirkungen nicht nur aufs Ergebnis eines Vorlesewettbewerbs, sondern unter Umständen auf die Schullaufbahn und das spätere Berufsleben. Ob Schüler lesen oder nicht, merkt Schulleiterin Elke Neumann auch in anderen Fächern. Beim Satzbau in Englisch beispielsweise, ob jemand Haupt- und Nebensatz unterscheiden kann. Und auch für das Verstehen von Zusammenhängen in Mathematik ist es wichtig.
Elke Neumann hat festgestellt, dass die Schule deutlich mehr zum Lesen anleiten muss. Die Konkurrenz von Fernsehen und Computerspielen ist groß. „Da müssen Schüler schnell reagieren“, sagt sie. Sie lernten nicht, sich länger auf etwas zu konzentrieren. Das merke man dann auch im Unterricht.
Nicht nur Lese-Wettbewerbe locken. Es gibt Sprachförderung. Und seit Freiwillige die gut frequentierte Bibliothek betreuen, „läuft es sehr gut“. Der Leseraum werde angenommen. Die Motivation zum Lesen steigt.
Julia, die vor dem Wettbewerb „sehr aufgeregt“ war, muss niemand motivieren. Sie spielt zwar auch Handball und geht gern raus. Hat mit ihren elf Jahren aber schon erkannt: „Lesen ist wichtig. Wer nicht lesen kann, kommt nicht weiter.“ Damit auch ihre kleine Schwester weiterkommt, hat sie ihr und der größeren Schwester Bücher vom Gutschein-Gewinn gekauft. Beim Wettbewerb merkte man ihr die Aufregung nicht an. „Bleib ruhig“, hatten ihr Freunde geraten. Andere Schüler, so Lukas, waren sehr schnell. „Ich glaube, die waren froh es hinter sich zu bringen.“ Manche hätte gezittert.
Julia, die zu Hause gern im Bett oder auf der Couch liest, blieb ruhig. Beim Wettbewerb mag Lampenfieber dazukommen. Doch „Lesen fördert die innere Ruhe“, stellt auch Elke Neumann fest. Kinder, die lesen, seien nervlich nicht so angespannt.



Lesen als beliebter Pausenfüller (WAZ)

Romy (12)Lina (12) und Dilek (12) lesen in bequemen Sitzsäcken Bücher im neuen Leseraum für Kinder in der Gesamtschule.

Neuer Raum in der Gesamtschule befriedigt auch Bedürfnis von Schülern nach Ruhe. Schöne Bücher nicht zum Mitnehmen.
Eine lustige Meute stürmt ins Zimmer. Immer mehr Sechstklässler erobern den neuen Leseraum in der Gesamtschule. Er ist zwar noch gar nicht fertig, wird erst nach den Ferien eingeweiht. Aber jetzt schon munter genutzt in den großen Pausen.
Kaum sind die Schüler drin im neuen Leseparadies, dem Lehrer einen frischen Anstrich verpasst haben, wird es leiser. Hannah und Paul, auf deren Vorschlag das Vorhaben zurückgeht, fläzen sich mit ihren Mitschülern mitten rein in die bunten Kissen. Auch wenn noch nicht alles fertig ist, noch Regale für Bücher fehlen, die dann vielleicht auch den großen Raum in einzelne Ruhezonen unterteilen sollen, noch Vorhänge genäht werden: Ein Renner ist der Raum schon jetzt. Die Riesenkissen in Rot, Gelb, Blau und Grün sind ebenso farbenfroh wie die Sitzgarnitur. An ein Schulzimmer erinnert nichts. Dreieckstische, die jetzt zu einem großen Schmöker- und Arbeitsplatz zusammengeschoben sind, können entzerrt werden.
Nicht nur das Bedürfnis, schöne Bücher in die Hand zu nehmen, darin zu blättern, mit dem Freund in Sachbüchern Wissenswertes über Pharaonen oder Dinosaurier nachzusehen oder sich für Arbeiten vorzubereiten, leben die Schüler hier aus. Sondern auch das nach Ruhe. An so einer großen Einrichtung geht es manchmal ganz schön wuselig zu, weiß nicht nur Lilo Ingenlath-Gegic, Abteilungsleiterin für die fünften und sechsten Klassen. Das bestätigen auch die Lehrerinnen Sabine Ebert, Sylvia Gröne und Kirsten Hinzmann, die sich um das Projekt kümmern.
Etwa 2000 Euro konnte die Schule für Bücher ausgeben. Sie hatte vorsorglich einen Antrag gestellt. Da doch noch „Zuwendungen für Investitionen und Ausstattungen in Ganztagsschulen“ übrig waren, Verwendungszeitraum und Gebrauch von Restmitteln verlängert worden waren, fiel Schülern jetzt das unerwartete Geschenk in den Schoß. Sie haben sich aber auch, mit Lehrern, sehr dafür engagiert. Nur Bilderrahmen fehlen noch. Die sind nicht mehr drin im Budget, Spenden und Rahmen höchst willkommen, damit Kunstwerke von Schülern in Wechselausstellungen präsentiert werden können. Hannah und Paul haben schon weitere Ideen: „Wir werden auch mal ein Hörbuch einlegen.“



: Von Büchern und Freunden WAZ Hattingen, 1.3.2010 Linda Aschendorf

„Freundschaft hat viele Gesichter” ist das Thema der sechsten Hattinger Kinder- und Jugendbuchwoche. Am Sonntag wurde sie in der Stadtbibliothek eröffnet.
Während es draußen regnet und stürmt, ist es in der Stadtbibliothek angenehm warm. Trotz des tristen Wetters haben viele Besucher den Weg zur Eröffnung der sechsten Hattinger Kinder- und Jugendbuchwoche gefunden. „Vielleicht ist es auch gerade so ein verregneter Sonntagnachmittag, der Lust auf gemütliches Schmökern und Zuhören macht”, vermutet Bürgermeisterin Dagmar Goch.
„Freundschaft hat viele Gesichter” – so lautet das Thema in diesem Jahr. Auch die Klasse 6b der Gesamtschule nimmt Teil an der offiziellen Eröffnung. Gemeinsam stellt sie ihr Chatroom-Projekt mit dem Titel „Freundschaft ohne Gesicht” vor. Doch was haben Internet, Chaträume und E-Mails mit Literatur zu tun? Mit dem Spaß an Lesen und Schreiben? Ganz einfach, wie die Schüler der 6b zeigen: Themen, die in der Lebenswelt der Jugendlichen wirklich eine Rolle spielen, machen jungen Leuten auch in der Literatur Spaß. Gemeinsam mit Schriftstellerin und Literaturpädagogin Melanie Hoessel hat die 6b eine eigene Geschichte zum Thema Freundschaft und Neue Medien verfasst. Von der zweiten Etage hinab lesen die Schüler abwechselnd und mit verteilten Rollen vor, was sie zusammen erarbeitet haben. Es ist die Geschichte von der Freundschaft zwischen vier Hattinger Jugendlichen. Alle sind sie 14 Jahre alt und besuchen die Gesamtschule. Im Mittelpunkt steht Lenny. Sie ist Model und steht kurz vor der Wahl zum Miss Teen-Top -Model 2010. Alex ist ihr fester Freund. Mimi ist von der besten Freundin zur Konkurrentin geworden – auch sie möchte Model werden und die Wahl gewinnen. Und dann ist da noch Sebastian, der von einer Fußball-Karriere a´ la David Beckham träumt, doch immer wieder enttäuscht wird. Die Freundschaft der Vier wird erschüttert durch Missverständnisse. Und durch Fotos von der ungeschminkten Lenny im Bärchenschlafanzug, die über ihre Konkurrentin an die Presse weitergegeben werden. Eine Katastrophe für das junge Model, die bereits mit vierzehn weiß, dass die Leute den perfekten „Engel mit den langen blonden Locken” wollen.
Über Mails, SMS-Nachrichten und in Chaträumen treten die Freunde per Zufall mit anderen Jugendlichen in Kontakt. Sie vertrauen den Fremden, den „Freunden ohne Gesicht”, ihre Probleme an und lassen sich beraten. Am Ende siegt die Freundschaft – sowohl unter den alten, als auch unter den neu gewonnenen Freunden.
Literaturpädagogin Melanie Hoesseler ist begeistert von den Schülern: „Hätten wir mehr Zeit gehabt, wäre sicher ein ganzes Buch entstanden”.



Künstlertauziehen mit Karacho - Artikel WAZ Hattingen, 09.02.2010, Brigitte Ulitschka

Gesamtschüler haben Spaß mit dem Fairmobil, toben sich an Spielstationen aus und lernen, sich zu vertrauen.

Der Schrei geht durch Mark und Bein. Auch Lehrerin Sabine Krabiell und Franca Götte vom Jugendrotkreuz zucken zusammen, als der junge Mann mit Karacho ins knallrote Sprungtuch kracht. Wie der Stier in der Arena hat sich der Sechstklässler auf die Signalfarbe geworfen. Es klingt martialisch. Aber mit Kampf hat das Geschehen in der Gesamtschul-Turnhalle nichts zu tun. Eher mit dem Gegenteil.Es geht darum, Kämpfe zu vermeiden und Konflikte vernünftig auszutragen. „Stark im Miteinander” sollen sie werden. Lernen, sich zu vertrauen und aufeinander zu verlassen. Dabei bekommen vier sechste Klassen Unterstützung von außen, die konstruktive Konfliktkultur fördert. „Ich hoffe, dass es uns Spaß machen wird”, sagte Soner (6d) voller Vorfreude. Lina ergänzte: „Bestimmt, vielleicht lernen die Lehrer auch noch was.”Dazu hatten alle gestern Gelegenheit mit dem „Fairmobil”, das auch heute noch Station in Welper macht. Während Eltern Schlange standen, um Fünftklässler fürs nächste Schuljahr anzumelden, hatten Sechstklässler Wahrnehmungs- und Diskussionsübungen im Programm. Erfuhren: Der Ton macht die Musik.„Tante Erna kommt.” Ein banaler Satz. Der fröhlich oder brummig daherkommen kann. Damit ein Gefühl nicht an Gestik und Mimik abzulesen ist, wird mit Stellwand gearbeitet, so dass nur der Ton rüberkommt. Aus einem Fundus von 20 hat die Gesamtschule zehn Stationen ausgesucht.Die Jungen und Mädchen toben sich aus. „Das macht Spaß”, sagt Jasmin (11). Meral (12) findet es gut zu lernen, „nicht nur mit der besten Freundin etwas zu unternehmen”, sondern neue Freunde zu finden in den Gruppen.Eine Konflikt-Skyline zeichnet auf, wo welche Probleme lauern. Stationen, die sportlich herausfordern, aber Spaß machen, bauen sie ab mit Teamgeist und unter viel Gelächter. Erlebnisräume schwinden, haben die Veranstalter des Projekts festgestellt. Geklettert wird im PC-Spiel, Fußball virtuell vor dem Fernseher gespielt.Hier ist das anders. „Gemeinsam sind wir stark” gilt nicht nur für die Station, wo andere mit Seilen einen Mitschüler im Lot halten. „Gegen die Decke” können sie sich abreagieren, sind beim „Künstlertauziehen” aufeinander angewiesen. „Gekonnt geküsst” ist keine Flirtstunde überschrieben. Ein Schmollmund hat einen Luftballon zwischen den Lippen. Mit lautem Peng platzt gerade wieder einer. Ein Schüler mit dem Rücken zum Geschehen hat einen Speer im Arm. Andere dirigieren ihn ins Ziel.



Gesamtschulsieger Lukas Platte liebt den lauten Vortrag nicht nur in der Klasse, sondern auch in seinem „grünen” Zimmer.

Wer sagt eigentlich, dass nur Mädchen super lesen? In der Gesamtschule schaffen es immer wieder Jungs bis ganz nach vorn. Lukas Platte trat jetzt den Beweis an. Er wurde nicht nur Sieger seiner Klasse 6e, sondern las sich sogar bis an die Schulspitze.
Und das, obwohl Lesen bei den Lieblingsbeschäftigungen des Elfjährigen eher im Mittelfeld rangiert und er sich nicht gerade als Vielleser bezeichnen würde. Doch „Alter John” von Peter Härtling hat ihn einfach gepackt. In der Geschichte mischt der alte Mann, der eigentlich nur „probewohnen” möchte, die Familie mit drei Generationen unter einem Dach kräftig auf. Die Kinder mögen es. Denn seit „Alter John” da ist, ist immer was los, es wird nie langweilig.
Auch der Lesesieger mag die Hauptfigur, die „etwas verrückt” ist. Vor allem die Stelle, wo er seine Sofaecke verteidigt. Deshalb hat er sie auch ausgesucht fürs Vorlesen, das fünf Minuten gedauert hat. Die Klasse einigte sich auf Lukas als besten Vorleser. Er habe sehr schön betont, bestätigt Lehrerin Lilo Ingenlath-Gegic. Und das Tempo passte. Paul, der Zweite, sei auch hervorragend gewesen, „aber zu schnell”. Die fünf Besten der sechsten Klassen, darunter Paul, traten dann erneut gegeneinander an, wieder mit ihren Lieblingswerken.
Seine Textstelle hat Lukas jeden Abend „ein bis zweimal gelesen”, etwa eine Woche vorher hat er angefangen mit dem Üben. Ein Kapitel, das kam gut hin mit fünf Minuten Vorlesezeit. Auch in der Endrunde mit dem Lieblingsbuch machte er das Rennen, genauso wie in den anschließenden drei Minuten, in denen ein Fremdtext auf dem Programm stand. Lukas bekam einen naturwissenschaftlichen Text über Wölfe - und meisterte auch den mit Bravour. „Er war interessant, aber schwerer zu lesen”, sagt er rückblickend. Vor allem die Namen der Wölfe. Ob sie auf Latein waren? „Das weiß ich nicht mehr.”
Zum Lesen zieht sich Lukas am liebsten in sein Zimmer zurück. Dort stehen nicht nur Bücher, sondern auch jede Menge Topfpflanzen vom Bonsai bis zur Orchidee. Ginge es nach seiner Mutter, wären „fünf genug”. Nicht für Lukas. „Ich bin der Zimmergärtner der Familie”, sagt er. Er mag die Blüten vieler Pflanzen, ihr Grün beruhigt ihn. Auch von seinem achtjährigen Bruder, dem er jeden Abend vorliest, hat er schon manches Exemplar gerettet. Dazu plätschert ein Brunnen. Eine Superatmosphäre zum Schmökern, findet der Vorlesesieger.
Er hat die Nase nicht nur in Büchern stecken, sondern spielt auch Tennis und Klavier. Abends sind aber derzeit Adventsgeschichten angesagt. Vorzulesen macht ihm mehr Spaß als sich allein still in ein Buch zu vertiefen. Vielleicht war sein Vortrag deshalb so flüssig. Und das Tempo klasse.

Hattingen, 18.12.2009, Brigitte Ulitschka



Leseförderung

Leseförderung wird an unserer Schule groß geschrieben:
Im Fach SPRACHE haben wir im Schuljahr 2005/2006 ein Modellprojekt zur Leseförderung durchgeführt, das nun in den 5. und 6. Klassen erfolgreich weitergeführt wird.
Die Kinder haben 45 oder auch 90 Minuten Lesezeit, um eine selbstgewählte Lektüre genießen zu können.
Text und Leser/Leserin "passen" zueinander. Der Text wird in diesen Stunden nicht vom Lehrer/der Lehrerin vorgeschrieben.
Aus einem großen Angebot von Kinder- und Jugendbüchern oder auch Sachbüchern wählen sie ihr Buch aus.
Buchsteckbriefe und Lesetagebücher dokumentieren die Leselust und den Fortschritt beim Lesen.
Viele Kinder lassen sich so für das Lesen begeistern.

 



Leseförderung

Leseförderung wird an unserer Schule groß geschrieben:
Im Fach SPRACHE haben wir im Schuljahr 2005/2006 ein Modellprojekt zur Leseförderung durchgeführt, das nun in den 5. und 6. Klassen erfolgreich weitergeführt wird.
Die Kinder haben 45 oder auch 90 Minuten Lesezeit, um eine selbstgewählte Lektüre genießen zu können.
Text und Leser/Leserin "passen" zueinander. Der Text wird in diesen Stunden nicht vom Lehrer/der Lehrerin vorgeschrieben.