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20.4.2018 : 16:32 : +0200







Gesamtschule mit dem LQ-Siegel ausgezeichnet. Weiterlesen .......









Bitte beachten Sie: Eine ausführliche Terminübersicht finden Sie unter dem Link "Termine"



Leistungen für Bildung und Teilhabe

Durch die Leistungen des Bildungs- und Teilhabepakets sollen Kinder und Jugendliche aus Familien mit geringem Einkommen gefördert und unterstützt werden.



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Copyright 7e 2011










    Spielekonsolen wie PSPs sind an unserer Schule verboten
    Das Rauchen ist auf dem gesamten Schulgelände untersagt






    Erinnerung an die Vertriebenen im Rauendahl

    „Rauendahl – Eine neue Heimat für Flüchtlinge“ heißt das Projekt, für das Gesamtschüler Legendenschilder erstellt haben. Sie hängen im Ortsteil.

    Weimarer Straße steht auf dem Straßenschild an der Kreuzung im Rauendahl. Am selben Pfeiler hängt etwas tiefer – über einem Sackgassen- und einem Parkverbotsschild – das erste Legenden-Schild. Es ist ein dünnes Metallschild, weiß und auf beiden Seiten mit schwarzem Text beschriftet. „Rauendahl – Eine neue Heimat für Flüchtlinge“ ist der Titel. Einziges Manko: Das Schild hängt ziemlich hoch, die kleine Schrift ist für einige kaum zu erkennen.

    Die Leute, die vorbeigehen und stehen bleiben, lernen die Geschichte hinter den Straßennamen kennen. Das jedenfalls ist das Ziel der 26 Schüler der Gesamtschule, die die Schilder entwickelt und gestaltet haben. Im Rahmen des Geschichts-Zusatzkurses der Jahrgangsstufe 13 haben sie sich mit Flucht und Vertreibung nach dem Zweiten Weltkrieg beschäftigt. Auch außerhalb des Unterrichts haben die Schüler sich in Freistunden getroffen, um an Formulierungen zu arbeiten, selbst Hausaufgaben hätten Spaß gemacht. An der nächsten Querstraße, die von der Rauendahlstraße abgeht, hängt das zweite Schild mit Zusatzinformationen. Das Legenden-Schild an der Jenaer Straße befindet sich in nicht ganz so luftiger Höhe und lässt sich einfacher vom Bürgersteig aus lesen. Klara Klingender ist eine der Schülerinnen, die viel Motivation in die Entwicklung dieses Schildes gesteckt hat. Die 18-Jährige freut sich, dass alle endlich fertig und aufgehängt sind. „Ich finde es toll, wenn man seine Arbeit hier in der Stadt sieht“, sagt Klara. Während des Kurses habe sie viele verschiedene Dinge über die Menschen gelernt, die nach Hattingen geflohen sind. So zum Beispiel auch die Zahlen mit denen sich der Text auf dem zweiten Legenden-Schild beschäftigt. Bis 1946 nahm die Stadt 527 Flüchtlinge und Vertriebene auf, bis 1962 waren es nochmal etwa 10 000 weitere. Das machte damals ein Drittel der gesamten Bevölkerung aus.

    Viel über die Menschen gelernt

    Ein kleiner Pfeil in der linken unteren Ecke weist die Richtung zum nächsten Legenden-Schild an der Stettiner Straße. Der Leser erfährt hier, dass die Namen der Straßen, an denen die Schilder der Schüler angebracht worden sind, an die Heimat der Vertriebenen erinnern sollen. Denn für die neuen Mitbürger sind ganze Stadtteile in Hattingen entstanden, eben auch das Rauendahl. Zur besseren Integration kamen neue Schulen wie die Grundschule Rauendahl hinzu. Das steht auf dem vierten Legendenschild an der Königsberger Straße.Um zu den letzten beiden Schildern des Schulprojekts zu kommen, muss man an dieser Stelle die Rauendahlstraße verlassen und den Rundgang auf der Königsberger Straße fortsetzen. Der nächste Halt ist an der Breslauer Straße. Auf diesem Legenden-Schild haben die Schüler ein Zeitungsinterview mit einer Vertriebenen von 1950 zusammengefasst.Das sechste und damit letzte Legenden-Schild hängt unter dem Straßennamen Berliner Straße. „Das hat bestimmt ein Augenarzt gesponsert“, witzelt jemand über die besonders kleine Schrift. An dieser letzten Station hat Klara am meisten mitgearbeitet. Die 18-Jährige hasst den Gedanken von Krieg, Faschismus und Vorurteilen.„Ich finde es schlimm, dass es das in Teilen auch dort gibt, wo ich wohne.“ Deswegen sei in ihren Augen das Projekt auch so wichtig. Mit ihren Legenden-Schildern wollen die Schüler der Vertriebenen und Geflüchteten, die es nach Hattingen geschafft haben, gedenken und andere für das Geschehen sensibilisieren. Denn dieses Thema liegt nicht nur in der Vergangenheit, sondern ist auch heute und in Zukunft immer noch ak­tuell.





    Gänsehaut beim Hattinger Schülerkonzert „Back to the Roots“

    Die Schulbands begeistern beim Konzert in der Hattinger Gesamtschule. Auch Jüngere überzeugen bei „Back to the Roots“ durch Professionalität.

    Keyfoot, Burning Rocks oder Mein Ruf Geht Kaputt: Hinter diesen Namen verstecken sich nur drei der Schulbands, die an diesem schwungvollen Abend mit Rock- und Popmusik die knapp 230 Besucher in der Gesamtschule in Welper begeisterten. Am Sonntag konnten die jungen Musiker sowohl gesanglich, als auch am Instrument ihr Können zeigen.Schon zum 16. Mal wurde „Back to the Roots“ veranstaltet. „Es ist zur Tradition geworden“, erzählt Elke Neumann, Leiterin der Gesamtschule, im Gespräch. „Die Jugendlichen können auf einer richtigen Bühne stehen und haben etwas, worauf sie hinarbeiten können“, ergänzt sie weiter. Im Jahre 2003 startete das erste Schulkonzert unter dem Motto „Back to the Roots“ mit gerade einmal fünfzehn Schülern und Musiklehrer Horst Krah. Mittlerweile sind es acht Schulbands, 80 teilnehmende Schüler und ehrenamtliche Helfer, die zusammen ein tolles Programm für das Publikum aufstellen.

    Kinder für Kunst und Kultur begeistern

    „Ich finde, es ist eine gute Sache, wenn sich Kinder und Jugendliche für Kunst und Kultur begeistern“, meint Erkan Tama. Sein Neffe Tabian (13) spielte an diesem Abend am Saxophon mit. „Es braucht viel Mut, sich zu überwinden und das Selbstbewusstsein zu finden“, bestätigt Thorsten Spittank, Musiklehrer und einer der Organisatoren des Schulkonzertes in der Aula. „Das ist es auch, was wir als Lehrer erreichen wollen – den Kindern neben einer fundierten Ausbildung auch eine Sozialkompetenz zu vermitteln“, berichtet er mit Überzeugung. Es sei den Lehrern wichtig, mit den Schülern etwas gemeinsam zu schaffen, damit die Schüler auch außerhalb des Unterrichts etwas lernen.Luisa Ritzel von Keyfoot überzeugte im Duett mit ihrer Musiklehrerin Anna-Lena Schilder. Abschlussklasse können alle Schüler mitmachen. Auch Ehemalige tauchen in den Bands wieder auf. Allerdings nur vereinzelt, denn im Mittelpunkt sollen die aktuellen Schüler stehen.Die meisten von ihnen haben erst an der Gesamtschule ein Instrument erlernt. Sie alle profitieren von den Möglichkeiten der Schule. Unter anderem besteht das Angebot, dass die Schüler für 100 Euro im Jahr wöchentlich Unterricht an einem Instrument ihrer Wahl erhalten.Jüngere präsentieren sich als ProfisLuisa Ritzel von Keyfoot ist eine von ihnen. Mit ihrer Interpretation von „Hedonism“ von Skunk Anansie im Duett mit Anna-Lena Schilder, Musiklehrerin der Gesamtschule, sorgte sie bei nicht wenigen für Gänsehaut.Aber auch die Burning Rocks blieben dem Publikum in Erinnerung. „Mir hat es sehr imponiert, wie sich vor allem die Jüngeren geschlagen haben“, bemerkt ein Besucher in der Pause. „Wie kleine Profis haben sie die Bühne beherrscht.“Nach einer erfolgreichen Vorstellung verabschiedeten sich die Musiker und man kann sich bereits auf das nächste Jahr und die nächste Auflage von „Back to the Roots“ freuen.



    ERINNERN GESTALTEN – PROJEKT LEGENDENSCHILDER

    Schüler/innen entwerfen sechs Legendenschilder zu Straßennamen im Rauendahl
    Sehr geehrte Damen und Herren,
    unser Schulprojekt zum historisch-politischen Thema Flucht und Vertreibung nach 1945 ermöglicht den Schüler/innen der Oberstufe, sich intensiv mit der lokalen Flucht- und Vertreibungsgeschichte Hattingens auseinanderzusetzen und das Rauendahl als historischen Lern- und Erinnerungsort kennenzulernen. Nach dem Zweiten Weltkrieg nämlich fanden Tausende von Menschen aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten und später aus der DDR in Hattingen ihre neue Heimat; hier entstanden damals die beiden Ortsteile Rauendahl und Südstadt. Die Projektarbeit ermöglicht den Schüler/innen diese Nachkriegsvergangenheit des Wohnortes zu rekonstruieren; konkret haben die Schüler/innen zu den damals symbolisch ausgewählten Straßennamen sechs Legendenschilder entworfen. Daran anknüpfend soll jetzt die Begegnung mit der Erlebnisgeneration intensiviert und natürlich die Teilhabe der Schülerschaft an der Erinnerungskultur unserer Stadt gefördert werden. Hier können sie eigene Geschichtserzählungen zur Vergangenheit des Rauendahls nach 1945 anfertigen und ausgehend davon selbständig verantwortungsbewusste Standpunkte entwickeln.
    Diesem Grundgedanken folgend freuen wir uns sehr, gemeinsam mit dem Stadtarchivar Thomas Weiß, der Quartiersentwicklerin Gabriele Krefting und dem Bürgerkreis WIR sowie dem Heimatforscher Harri Petras eine Veranstaltung ausrichten zu können: Diese findet am 19. März 2018 (Montag) um 15.00h im Kinder- und Jugendtreff Rauendahl (Munscheidstraße 12a, 45529 Hattingen) statt. Schüler/innen des 13. Jg. (Q2) werden ihre Projektarbeit vorstellen, mit geladenen Gästen/Zeitzeugen findet ein Gedankenaustausch statt und anschließend erfolgt ein Rundgang zu den Orten der sechs Legendenschilder. Bürgermeister Dirk Glaser sowie Schulleiterin Dr. Elke Neumann werden Grußworte an die Gäste richten.
    Ein besonderer Dank geht an den Lions Club Hattingen-Ruhr in Vertretung durch Herrn Reinhard Ising, der die Maßnahme großzügig unterstützte.
    Zur Berichterstattung über diese historisch relevante Projektarbeit und unsere schulische Erinnerungsarbeit laden wir Sie als Vertreter der Hattinger Presse/Medien herzlich ein.
    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Elke Neumann, Schulleiterin
    Veysel Hezer, Projektleiter



    Fischertechnik-Projekt an der RUB

    Nach dem Bauen kommt das Knobeln – wie kommt der „Rechenaffe“ auf das richtige Ergebnis?

    Am Freitag, den 19.01.2018, besuchten 18 interessierte Schülerinnen und Schüler aus den Mathematik- und Technikkursen der Jahrgangsstufe 9 im Rahmen der Veranstaltung „MINT-Projekte der besonderen Art“ die Ruhr-Universität Bochum. Im Mittelpunkt des Projekts stand die praktische Arbeit mit Fischertechnik, die in Form von Bausätzen seit über 50 Jahren in Kinderzimmern, Hobbykellern und Industrie zur Konstruktion technischer Modelle genutzt und stetig weiterentwickelt wird. Mathematikstudierende der RUB erarbeiteten mit der Lerngruppe Aufbau und Funktion zweier historisch bedeutsamer Konstruktionen und machten sie durch den Nachbau mit Fischertechnik-Bausätzen im wahrsten Sinne des Wortes „begreifbar“:

    Im ersten Projekt ging es um den Bau eines „Rechenaffens“, wie ihn William H. Robertson zu Beginn des 20. Jahrhunderts als Spielzeug und mechanischen Taschenrechner konstruierte. Stellt man die Füße des Affen auf einer Skala auf zwei Zahlen zwischen 1 und 12 ein, so zeigen seine Hände auf das zugehörige Produkt (z.B. ). Anhand der fertigen Modelle wurde die Funktionsweise der Konstruktion von den Schülerinnen und Schülern anschließend auch mathematisch ergründet.
    Ein Tipp: Der Winkel zählt!

    Der zweite Teil des Projekttags führte die Lerngruppe in der Technikgeschichte noch fast 200 Jahre weiter zurück: Bereits im 18. Jahrhundert peilten Seefahrer mit speziellen Messgeräten, den Sextanten, die Himmelsgestirne an, um ihren Kurs auf hoher See zu kontrollieren. Durch die Messung der Winkel zwischen mehreren angepeilten Objekten gelang so die recht genaue Bestimmung der eigenen Position – ein früher Vorläufer der heutigen GPS-Technologie! Mit Sextanten, ganz aus Fischertechnik-Bauteilen, übten die Schülerinnen und Schüler das Peilen und Winkelmessen in der Praxis. Das Einzeichnen der Messdaten auf der Landkarte brachte Gewissheit: Wir befanden uns tatsächlich im NA-Gebäude der Ruhr-Universität! :-)



    Angehende WirtschaftslehrerInnen an der Städtischen Gesamtschule Hattingen

    Im Rahmen ihres Projektseminars zur ökonomischen Bildung nutzten Studierende der Technischen Universität Dortmund im Januar 2018 die Gelegenheit, Praxiserfahrung an der Gesamtschule Hattingen zu sammeln und dabei Schülerinnen und Schülern der Oberstufe Grundlagen der Unternehmensgründung und des Marketings zu vermitteln.

    Die Schülerinnen und Schüler hatten die Aufgabe, sich in die Rolle eines Start-Ups zu versetzen und eine schlüssige Geschäftsidee zu verschiedenen Produkten anhand des Business Model Canvas zu erarbeiten. In der folgenden Einheit ging es dann darum, anhand der bestimmten Zielgruppe eine passende Werbestrategie zu entwerfen. Hierbei wurde auch besonders auf eine neue Form der Werbung, das Social Media Marketing, eingegangen, und Chancen, aber auch Risiken dieses Ansatzes diskutiert

    C. Lippe



    Schüler der Gesamtschule Hattingen recherchieren zu 70 Hattingern, die 1914 in einem Gefecht starben. Beteiligung an internationalem Wettbewerb.

    „Dass wir jetzt in Deutschland Fuß fassen mit dem Wettbewerb ist für uns wichtiger als unsere Veranstaltung in Großbritannien, auf der die Premierministerin Theresa May sprach“, sagt Lady Lucy French, Gründerin der Organisation „Never Such Innocence“, die das Erinnern an den Ersten Weltkrieg (1914-1917) bei jungen Menschen wach halten will, um so den Frieden zu stärken. Sie war gestern in der Gesamtschule Hattingen zu Gast, um über den internationalen Wettbewerb zu informieren, an dem  Gesamtschüler teilnehmen.

    Beeindruckende Präsentation der Schüler

    Die Schüler des Geschichts-Kurses stellten am gestrigen Mittwoch in der Aula an der Marxstraße vor, was sie bereits erarbeitet haben: Sie befassen sich mit 70 Hattingern, die alle „in weniger als 30 Minuten“ am 10. November 1914 in einem Gefecht auf dem Schlachtfeld bei Poelkapelle in Belgien fielen, so  Moritz Vierhuff. Die Schüler waren bereits im Stadtarchiv bei Stadtarchivar Thomas Weiß.

    Bei der Veranstaltung zeigen sie Fotos von begeistert in den Krieg ziehenden Soldaten. Sie zitieren Zeitungsartikel, die die Kriegsbegeisterung der Menschen damals offenbaren, und siegessichere Parolen an Hattinger Eisenbahnwaggons. Sie lesen 24 Namen mit Alter und Stadtteil vor von Hattinger Soldaten, die nicht wiederkehrten. Zudem werden die Schüler vom 9. bis 12. November nach Ypern reisen und vor Ort den Soldatenfriedhof Langemark besuchen.

    Lehrer Veysel Hezer engagiert sich stark

    Der Kontakt zu „Never Such Innocence“ entstand über den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. „Der Verein arbeitet bereits seit vier Jahren mit der Schule an solchen Projekten zusammen. Wir hatten Kontakt zu der Organisation, die bislang vergeblich Kontakt nach Deutschland suchte“, erklärt Verena Effgen. Federführend betreut das Projekt an der Gesamtschule Lehrer Veysel Hezer.

    Bei der Wettbewerbs-Auftaktveranstaltung sind auch Gesamtschüler aus Bottrop dabei mit beispielsweise einem Bild, das nach einer Vorlage von Otto Dix entstand. Denn darum geht es in dem Wettbewerb: Neun- bis 16-Jährige sollen das Kriegsthema literarisch, musikalisch, künstlerisch bearbeiten.

    Erinnerungen an Schicksale eigener Vorfahren

    „Wie kurz sind 100 Jahre?! Ein Onkel bereitet seinen 100. Geburtstag vor. Die Ereignisse des Ersten Weltkrieges sind durch die schrecklichen Geschehen im Zweiten Weltkrieg in den Hintergrund geraten“, sagt Gesamtschul-Leiterin Dr. Elke Neumann. Bürgermeister Dirk Glaser berichtet von seinem Großvater, der „an der Westfront mit einem Bauchschuss verwundet wurde und von der Torheit damals erzählt hat. Stadtarchivar Thomas Weiß sagte, dass kein Fall bekannt ist, wo an einem Tag so viele Hattinger in einem Gefecht ihr Leben verloren.“

    Einsendefrist für den Wettbewerb von „Never Such Innocence“ ist der 16. März 2018. Auch andere Schulen können sich beteiligen. Info: www.neversuchinnocence.com. Es gibt Geldpreise zu gewinnen. Jeder Teilnehmer erhält ein Zertifikat, das unterschrieben ist vom englischen Vizeadmiral Tim Laurence, dem zweiten Mann von Prinzessin Anne.

     



    Sogar ein Oberst des britischen Militärs, der in Deutschland stationiert ist, reiste an – und sprach mit Hattingens Bürgermeister (l.).
    Der Erste Weltkrieg ist Thema eines Wettbewerbs, an dem sich Gesamtschüler in Hattingen.
    Lady Lucy French, Gründerin von Never Such Innocence, in Hattingen. Auch einer ihrer Vorfahrenspielte eine Rolle im ersten Weltkrieg.


    Junior Innovation Day 2017: Die Gesamtschule Hattingen zu Besuch an der Technischen Universität Dortmund

    Am vergangenen Freitag, dem 17.11.2017, nahm eine Schülergruppe der Gesamtschule Hattingen im Rahmen des Junior Innovation Days an einem Seminar für Unternehmensgründung teil. In diesem wurden den Jugendlichen und jungen Erwachsenen die Grundlagen des Gründens eines Unternehmens näher gebracht. Zusammen mit einer Schülergruppe eines Gymnasiums aus Dortmund begann der Tag um 09:00 Uhr. Die Schülerinnen und Schüler wurden von Herrn Prof. Liening begrüßt und in das Thema eingeführt. Nachdem sie einen Einblick bekommen hatten, bekamen sie die Aufgabe, in Zweier- oder Dreiergruppen drei verschiedene Geschäftsideen in 12 Minuten zu entwickeln, die darauf abzielten, ein Fahrrad zu verbessern und daraus ein Geschäftsmodell zu machen. Dabei war jedoch zu beachten, dass sie nur ein Budget von 2000 Euro zu Verfügung hatten.

    Nach der Mittagspause sollten sich drei Großgruppen von jeweils fünf bis sechs Personen bilden und das neu erlernte Wissen anwenden, indem sie ein weiteres Geschäftsmodell entwickeln. Dieses Mal hatten die Schülerinnen und Schüler allerdings etwa 90 Minuten Zeit, um dieses zu erarbeiten. Nach der Erarbeitung wurden die Ideen präsentiert und von drei Universitätsprofessoren beurteilt und bewertet. Die Schülerinnen und Schüler hatten viele kreative Ideen: einen alternativen Taxidienst, einen Haustierverleih und sich selbst erwärmendes Essen für unterwegs. Abschließend wurden alle drei Gruppen mit Preisen belohnt. Der erste Platz bekam Gutscheine für einen Escape Room und der zweite und dritte Platz Gutscheine für ein Dortmunder Restaurant.

    Fabian Bodmann (Q2)



    „Da wohne ich nun schon mein ganzes Leben im Rauendahl, aber das dieser Stadtteil für Flüchtlinge und Vertriebene geschaffen wurde, davon hatte ich keine Ahnung“ (Alex, mazedonische Wurzeln) – „Das Thema zeigt, dass wir in Hattingen schon einmal Menschen aus anderen Orten eine neue Heimat gegeben haben. Das ist auch heute wieder der Fall“ (Johanna). 26 Oberstufenschüler der Gesamtschule in Hattingen haben gemeinsam mit den Lehrern Corinna Brand, Thomas Waschkuhn und Veysel Hezer sowie Hattingens Stadtarchivar Thomas Weiß und dem Heimatforscher Harri Petras das Projekt „Legendenschilder“ aus der Taufe gehoben.

    Sechs Schilder, die in einem Rundgang durch den Stadtteil auf das Thema Bezug nehmen, sollen zeigen: Das Rauendahl entstand als Stadtteil für Flüchtlinge und Vertriebene. Die Schilder sollen Lern- und Erinnerungsort sein für Flucht und Vertreibung nach 1945. Wer weiß das eigentlich?Nach dem Zweiten Weltkrieg mussten 14 Millionen Deutsche aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten und später aus der DDR ihre Heimat verlassen. Tausende von ihnen fanden in Hattingen ihre neue Heimat; hier entstanden damals die beiden Ortsteile Rauendahl und Südstadt. Straßennamen wie „Weimarer Straße, Jenaer Straße, Stettiner oder Königsberger Straße erinnern daran. Aber an was genau? Die meisten Bewohner im Rauendahl dürften heute nur wenig mit den Namen verbinden. Durch das Schulprojekt der Gesamtschule und den sechs „Legendenschildern“ soll sich das ändern. „Ziel des Projektes ist es, sich mit der lokalen Flucht- und Vertreibungsgeschichte Hattingens auseinanderzusetzen und das Rauendahl als historischen Lern- und Erinnerungsort zu verstehen. Unsere Projektarbeit ist die Weiterführung der im letzten Jahr begonnenen Erinnerungsarbeit: Zuletzt fand im November 2016 an unserer Schule in Anwesenheit von vier Zeitzeugen und diversen Kooperationspartnern ein Podiumsgespräch zur Wanderausstellung „geflohen, vertrieben – angekommen?!“ (Volksbund) statt. Daran anknüpfend soll jetzt die Begegnung mit der Erlebnisgeneration intensiviert und natürlich die Teilhabe der Schüler an der Erinnerungskultur unserer Stadt gefördert werden“, erklärt Lehrer Veysel Hezer.

    Lokale Geschichte: Berührend und spannend zugleich

    Die Schüler jedenfalls finden es spannend und berührend zugleich. 26 Oberstufenschüler haben den Geschichtszusatzkurs gewählt und sind gemeinsam mit Heimatforscher Harri Petras und Stadtarchivar Thomas Weiß in der Sache unterwegs. Vor allem die Frage, welcher Text auf die sechs „Legendenschilder“ soll, wurde heiß diskutiert und schließlich in Teamarbeit entschieden. Das ist nämlich auch etwas, was die Schüler gelernt haben: Neben dem historischen Wissen kommt es in der Umsetzung auf das Arbeiten im Team an! Und sie knüpfen mit ihrem Wissen an die aktuelle Situation der Flüchtlinge an. „Heute kommen auch Menschen nach Hattingen, die ihre Heimat verloren haben und hier willkommen geheißen werden sollten. Sie müssen hier eine neue Heimat finden und wir müssen ihnen bei der Integration helfen – wie damals. Und davor sollten wir keine Angst haben, denn die Geschichte zeigt doch, dass es funktioniert hat“, sagen sie. 
    Im Rauendahl befindet sich auch Hattingens Stadtarchiv. Archivar Thomas Weiß unterstützt das Projekt. „Ein Archiv, welches nur Materialien sammelt, diese aber nicht durch Öffentlichkeitsarbeit präsentieren kann, macht wenig Sinn. Deshalb finde ich es wichtig, das Wissen eines Archivs auch mit jungen Menschen zu teilen. Wir haben durch die Realschule Grünstraße und ihre Emmy Roth-Forschungen ein weiteres wunderbares Beispiel, wie Geschichte erlebbar wird. Nun also die Legendenschilder der Gesamtschule. Ich finde das Projekt klasse“, resümiert Weiß.

    Eingebunden sind auch die Stadt Hattingen und der Hattinger Lions-Club. Die Stadt hat bereits ihre Zustimmung zum Anbringen der Schilder gegeben, der Hattinger Lions Club kümmert sich um die finanzielle Unterstützung. Veranstaltungen sind ebenfalls geplant. So überlegt man, einige Zeitzeugen zu einer Veranstaltung in die Schule zu bitten und es gibt auch Gespräche mit Quartiersentwicklerin Gabriele Krefting. Eine Veranstaltung im Rauendahl selbst kann man sich ebenfalls vorstellen. Die Schüler könnten dann das Projekt selbst vorstellen und mit Interessierten den Rundgang der Erinnerung durchführen.

    aus:  Lokalkompass Hattingen, Beitrag von Frau Dr. Anja Pielorz



    HATTUINGEN.   Gesamtschüler haben Legendenschilder zu Straßennamen im Rauendahl entworfen – als Erinnerungsorte für Flucht und Vertreibung nach 1945

    Seit 15 Jahren wohnt Aleksander Mertens (19) nun schon im Rauendahl. Doch dass dieser Ortsteil in den 1950er-Jahren entstanden ist, als für Flüchtlinge und Vertriebene Wohnraum geschaffen werden musste, hat selbst er noch vor kurzem nicht gewusst. Erst im Geschichtskurs von Lehrer Veysel Hezer haben sich Mertens und 25 weitere Gesamtschüler intensiv mit diesem Thema auseinandergesetzt. Dabei sind sechs Legendenschilder zu Straßennamen im Rauendahl entstanden – als Lern- und Erinnerungsorte für Flucht und Vertreibung nach 1945.

    Die Projektarbeit ist die Weiterführung der im vergangenen Jahr begonnenen Erinnerungsarbeit der Oberstufenschüler (Q2) zu diesem historisch-politischen Thema.

    Damals hatte Veysel Hezer vier Zeitzeugen an die Gesamtschule geladen, die bei einer Podiumsdiskussion persönliche Erfahrungen anlässlich einer Wanderausstellung des Volksbundes zum Thema „Geflohen, vertrieben – angekommen?!“ wiedergaben. Seine Schüler hatten die Stellwände des Volksbundes zudem um Informationen zu Flüchtlingen in Hattingen ergänzt. Und ein  Mitschüler aus Syrien schilderte eindrücklich die Flucht aus seiner Heimat.

    Hochaktuelles Thema

    Flucht und Vertreibung sei „ein hochaktuelles Thema“, sagt Kai Vincente (20). Umso besser finde er es, „dass wir das als Unterrichtsthema haben“. Noch dazu mit diesem lokalen Bezug. Womöglich nie hätten er und seine Mitschüler sonst erfahren, dass bis 1962 fast 10 00 Vertrieben in Hattingen aufgenommen wurden, dass die Neu-Hattinger größtenteils aus Ost- und Westpreußen, Schlesien, Pommern und der DDR stammten. Und dass Straßennamen wie die Königsberger oder Berliner Straße an die alte Heimat erinnern; und dauerhaft zeugen von den Flüchtlingsschicksalen der Vertriebenen.

    Dass diese Geschichte inzwischen nicht nur ihnen, sondern sehr vielen Hattingern gar nicht mehr bekannt ist, haben die Gesamtschüler unter anderem beim Gang durch das Rauendahl erfahren; für umso wichtiger finden sie es, dass ihre Legendenschilder unter sechs symbolisch ausgewählten Straßenschildern angebracht werden.

    Aus der Geschichte lernen

    Mit ihren aufeinander Bezug nehmenden Texten für die Weimarer, Jenaer, Stettiner, Königsberger, Breslauer und Berliner Straße erinnern sie dabei an die Geschichte von Flucht und Vertreibung nach 1945. In Europa. In Hattingen. Die Auseinandersetzung mit diesem Thema, heißt es dabei im letzten Beitrag, „bestärkt uns in der Überzeugung, aus der Geschichte zu lernen und an einer friedlichen Gesellschaft mitzuwirken.“ Und sie habe sie alle sensibilisiert für tragische menschliche Schicksale.

    Die Stadt Hattingen, sagt Veysel Hezer, habe einer Anbringung der Legenschilder im Rauendahl grundsätzlich bereits zugestimmt. Am morgigen Freitag habe er einen Termin bei Baudezernent Jens Hendrix, um Details zu klären.

     



    Talentscouting NRW in Kooperation mit der Ruhr-Universität Bochum

    Seit zwei Jahren ist das Talentscouting-Programm des Landes NRW ein fester Bestandteil unseres Schulkonzepts der Studien- und Berufsorientierung. In Kooperation mit den Talentscouts der Ruhr-Universität Bochum werden unseren SchülerInnen konkrete Horizontezur Hochschulausbildung und -karriere eröffnet, die ihnen aufgrund der familiären und sozialen Strukturen verwehrt blieben. Die Grundlage unserer schulisch-universitären Projektarbeit bildet der in Anwesenheit des Bürgermeisters Dirk Glaser unterschriebene Kooperationsvertrag vom
    10. Mai 2016. Unser Hauptziel dabei ist, unseren SchülerInnen individuelle Perspektiven und Zugänge für eine Hochschulausbildung zu eröffnen und sie in ihren Stärken zu fördern. Die gemeinsame Projektarbeit findet mit dem Talentscout Serhat Demir statt, welcher regelmäßig in der Schule individuelle Beratungsgespräche zur Studienorientierung, Stipendienberatung und der Übergangsbegleitung zur Hochschule im Allgemeinen führt. Durch das Projekt wirdeinerseits die gemeinsame Zusammenarbeit mit der Ruhr-Universität Bochum, die in vielen Bereichen wie SchülerUNI, Schülerlaborprojekte, UNITAG, UNI-Workshops, Hochschultag
    existiert, intensiviert und andererseits konzeptionell die individuelle Studienberatung und -orientierung in der Oberstufe erweitert. Als Schule sind wir davon überzeugt, dass für unsere SchülerInnen der Übergang von der Schule zur Hochschule nicht einfach mit dem Abiturzeugnis garantiert ist. Der Anschluss (vgl. KAoA) muss im Vorfeld in der Schule in Kooperation mit den Hochschulen instruiert und im Kontext einer strukturierten Konzeption in der Oberstufe verwirklicht werden, um einen Rückkopplungsprozess herzustellen und bei der Schülerschaft die Planungssicherheit nach der Schule zu erreichen.

    Im Rahmen der individuellen Talentförderung haben seit vergangenem Jahr fünf SchülerInnen unserer Schule Mary Berhane, Marika Happich, Dilara Kilic (seit 7.11.2016) und Ugur Ince und Samantha Trabitz (seit 7.11.2017) ihre Urkunde des RuhrTalent-Stipendiums erhalten.
    „Wir unterstützen unsere Stipendiaten dabei, ihr Potenzial und ihr Talent zu entdecken, bestmöglich zu entfalten und ihren eigenen Weg erfolgreich zu gestalten. RuhrTalente fördert während der Schullaufbahn bis zum Übergang in eine Berufsausbildung oder ins Studium.“





    Benedikt Brauksiepe, Isabel Miller und Nico Rose aus Hattingen überzeugten bei „Jugend forscht“ in ihrer Altersklasse mit ihrer Tornisterwaag

    76 Schüler, die sich für die MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) begeistern, haben insgesamt 42 Ideen und Projekte beim Landeswettbewerb „Schüler experimentieren“ präsentiert. Zu den Gewinnern zählen Benedikt Brauksiepe und Isabel Miller vom Gymnasium Waldstraße sowie Nico Rose von der Hattinger Gesamtschule (alle zehn Jahre alt). Sie haben mit ihrem Experiment „Wir ha(e)ben’s schwer: Entwicklung, Bau & Erprobung einer Tornisterwaage“ den dritten Preis gewonnen.Die drei Schüler erklärten zu ihrem Experiment: „Als wir noch Schüler der Grundschule waren, fiel uns auf, wie schwer wir jeden Tag an unseren Tornistern geschleppt haben. Im Internet fanden wir den Hinweis, dass das Gewicht des Tornisters nur zehn Prozent des Körpergewichts betragen darf. Also entwickelten und bauten wir eine Waage aus Holz, an die auf der einen Seite der Tornister, auf der anderen Seite so viele Einzelgewichte gehängt werden, dass sie zehn Prozent des Körpergewichts des Kindes entsprechen. Ist der Tornister schwerer als die Gewichte, senkt sich der Balken und drückt auf einen Buzzer, der einen Warnton ausstößt.“„Schüler experimentieren“ ist die Sparte für jüngere Schüler des Wettbewerbs „Jugend forscht“. In der Altersgruppe von acht bis 14 Jahren haben 76 Schüler insgesamt 42 Arbeiten eingereicht.